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Culebra / St. Thomas / St. Croix

31.03. bis 14.04.2018

Die letzten beiden Wochen verbrachten wir im Urlaubsmodus. Ausschlafen, Spazieren, Schwimmen, Faulenzen, Paddelboard fahren, Schnorcheln…

Die Ostertage ankerten wir in der Ensenada Honda auf Culebra. Wir kannten die Bucht ja schon von unserem Besuch im letzten Jahr. So waren wir gespannt wie es da nach der Hurrikan Saison 2017 ausschaut. Und zu unserer großen Freude ist die Insel nicht ganz so schlimm getroffen worden wie Puerto Rico.

Wir genossen zu Ostern ein Konzert am Fähranleger, wanderten zur Flamenco Bay zum Baden, besuchten einen Bio Gemüse Laden mit den besten Smothies der Insel und als uns irgendwann langweilig wurde segelten wir weiter. Da der Wind aus Süd Osten wehte änderten wir unseren ursprünglichen Plan und segelten nicht direkt nach St. Croix sondern erst noch einmal nach St. Thomas. In der großen Ankerbucht von Charlotte Amalie haben wir es aber nur einen Tag ausgehalten. Wir sind kurz mit dem Bus für 1 US$ p.P. zum Pueblo zum Einkaufen gefahren und haben uns am nächsten Tag in die wunderschöne Bucht Christmas Cove auf St. James verholt. In der Bucht liegen ca. 15 Mooring Tonnen zur freien Benutzung. Damit soll das Seegras am Grund vor zu viel Ankergeschirr geschützt werden. Und das klappt prima. In der gesamten Bucht haben wir jede Menge Schildkröten gesehen. Sie tauchen ganz nah an den Booten auf und begrüßen die Segler schon vor dem Frühstück und laden zum Schwimmen ein. Und diese Einladung haben wir natürlich gern angenommen. So verbrachten wir beide viel Zeit im Wasser und auch mehr oder weiniger viel Zeit auf Moni´s neuem Standup Paddelboard. Als Höhepunkt der Woche bestellten wir per Funk unser Abendessen bei Pizza Pi. Pizza Pi ist eine geniale Geschäftsidee. Ein in der Bucht liegendes altes Segelschiff backt in der Saison frische Pizza und liefert mit dem Schlauchboot an die ankernden Schiffe. Zusätzlich kommen täglich eine ganze Menge Gäste von den umliegenden Inseln zum Baden und Mittagessen. 🙂 Ob so ein Business auch am Unterbrachen See funktioniert?

Aber auch in der schönsten Bucht geht die Zeit irgendwann zu Ende und so segelten wir am 10.04. weiter nach St. Croix, der südlichsten der 3 US Virgin Islands. Die Strecke von 35 sm schafften wir bei knapp 20 kn Wind in gut 5 Stunden. Das ist für unsere vollgepackte mora ganz schön schnell. So lagen wir bereits zum Nachmittags Kaffee vor Gallows Bay am Anker. Der Ankerplatz ist nach Nordosten offen und somit ganz schön schauklig. Tags darauf besuchten wir zuerst die National Park Verwaltung um unsere Anker Genehmigung für Buck Island zu beantragen und dann schlenderten wir durch Christiansted. Der Ort ist durch die dänische Zeit der Insel von 1733 bis 1917 geprägt. Viele alte Häuser mit großen Balkonen, überdachten und schattigen Fußwegen und liebevollen Innenhöfen. In den meisten Häusern sind heute Souvenirläden, Juweliere oder kleine Kneipen und Kaffees untergebracht. Und trotz der sehr touristischen Ausrichtung der Stadt spürt man nirgendwo eine Spur von Stress oder Hektik. Alles geht seinen gemütlichen, karibischen Gang. So ließen wir uns durch die Gassen treiben und genossen irgendwann Blaubeerpfannkuchen mit Eiskaffee. 🙂 Tags darauf habe ich noch den bisher besten Marine Ausstatter der gesamten Reise gefunden. Im Gallows Bay Marine Store wurde ich vom Besitzer Steve mit den Worten begrüßt: hey brother, would you like a cold beer? ; und ob ich wollte! Im Laden von Steve bekommt man allerlei neues und gebrauchtes Zubehör fürs Schiff und es ist gleichzeitig ein beliebter Treffpunkt für alle Bootsbesitzer aus der Marina und Werft. So hatte Steve die Idee mit der Zapfanlage im Geschäft und dem Grill im Garten. Hallo AWN und SVB, da geht bei Euch noch was!!

Am Nachmittag sind wir dann noch schnell die 5 sm zum Ankerplatz vor Buck Island gefahren. Buck Island ist eine kleine Insel im Norden von St. Croix. Diese Insel ist fast vollständig von einem Riff umgeben und seit 1961 ein National Park. Die Insel darf nur mit Genehmigung besucht werden und es darf nur in einem gekennzeichneten Gebiet geankert werden. Unsere Genehmigung erhielten wir pünktlich per sms als wir auf den ausgesuchten Ankerplatz zusteuerten. Und zu unserer Überraschung lag hier schon eine deutsche Hallberg Rassy 38 vor Anker. Es waren Cosima und Ralf mit ihrer Triton. Da bietet sich doch ganz sicher noch die Möglichkeit für ein kleines Schwätzchen über das Seglerleben. Aber zuerst genossen wir die Ruhe und Einsamkeit der Insel und planten für den nächsten Tag unseren Ausflug zum Schnorcheltrail. Gestern früh als wir gerade beim Frühstücken saßen hörten wir auf einmal laute Stimmen in nächster Umgebung. Ganz kurz vorm Strand ankerten 3 Ausflugsboote und entließen ihre badehungrigen Gäste ins Wasser. Das klare Wasser und der feine Sandstrand sind auch bei anderen beliebt. 🙂 Wir bereiteten später unser Dingi vor und motorten eine knappe Meile in die Lagune am südlichen Ende der Insel. Dort gibt es einen Schnorcheltrail mit einigen Hinweisschildern unter Wasser. Leider war es etwas regnerisch und so fehlte die Sonne am Himmel, aber der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Für den Abend verabredeten wir uns mit der Crew der Triton zum Sundowner am Strand. Wegen immer wieder aufziehender Regenwolken verschoben wir die Verabredung aber vom Strand auf die mora und hatten so ein paar schöne Stunden bei uns an Bord. Die beiden sind heute morgen weiter nach Norden gezogen. Unser Weg führt uns als nächstes nach Süd-West Niederlande. Aber davon berichten wir im nächsten Blog Beitrag. Jetzt geht es noch einmal an den Strand und ins Wasser. Bis die Tage…

Ensenada Honda auf Culebra

Kreisverkehr auf Culebra, im Hintergrund ist eine Art Sammelstelle für Hurrikanmüll

Flamenco Beach

Überreste aus den 50 igern, die Amis übten hier Zielschiessen

heute klettern die Badegäste am Flamenco Beach schon mal für ein Selfie auf die Panzer

mora Fuhrpark 2.0

zum Mittagsschlaf ist das Board schon mal ganz o.k.

einen winzigen Moment später stand ich schon recht stabil.. 🙂

Profis paddeln schon in normaler Strassen Kleidung 🙁

Turtle Alarm

nur mal kurz Abtauchen

die Pizza Bäckerei im Mooringfeld

25 US$ für eine Pizza mit einem Halben Meter Durchmesser, da werden 2 Leute von satt 🙂

Fort Christiansvaeren

wilde Hühner

sobald sie einen Namen haben darf ich sie nicht mehr grillen 🙁

früher Windmühle, heute Kneipe

Häuserfront 1

Balkon

Häuserfront 2

fotogener Innenhof

und wer macht das schönere Foto?

Strassenkaffee

und während ich meinen nächsten Zahnarzt Termin vereinbare

stürzt Moni sich auf die Blaubeer Pfannkuchen

Mitarbeiter des Monats in der Marina

Gallows Bay Marina Schiffsausrüster, mit Zapfanlage und Grillplatz im Garten 🙂

Ankerplatz vor Buck Island

Schnorcheltrail mit Hinweistafeln unter Wasser, und fast genau an dieser Tafel war wirklich ein riesiger Barrakuda

erst dieses Schild macht einen nachdenklich

über das Alter dieser Koralle

Reste einer Elch Koralle

und jede Menge blauer Schalke Fische

glückliche Moni nach dem Schnorcheln

so einsam liegt Buck Island im Meer wenn wir uns auf den Weg nach Bonair machen 🙂

Abfahrt in West Palm Beach

Hallo an alle unsere Leser,
Wir haben soeben unseren Ankerplatz in West Palm Beach verlassen und sind nun auf dem Weg zu den Bahamas 🇧🇸.
Am Freitag Mittag sollten Great Sale Cay erreichen und dann wird erst mal geankert und geschwommen. 😀😎🌞
Wir melden uns Anfang nächster Woche wenn wir wieder Internet haben.

Werft Tage

Nach 17 Monaten auf Reisen hat sich unsere mora eine kleine Schönheitskur verdient. So haben wir am Freitag d. 24.11. morgens beim St. Marys Boat Service unser Schiff aus dem Wasser genommen. Das Kranen verlief super professionell und unsere mora stand nach einer halben Stunde bereits auf einem stabilen Lagerbock hoch und trocken an Land. Wir waren vom Zustand des Unterwasserschiffes positiv überrascht. Ein paar kleinere Stellen mit Pocken und Muscheln am Ruder und im hinteren Teil des Kiels. Zusätzlich noch ein paar Pocken auf dem Propeller. Das hatten wir uns schlimmer vorgestellt. Bis auf den Bewuchs an Steuerbord im Bereich des Wasserpasses hätten wir durchaus noch eine Saison mit dem Antifouling segeln können. Aber genau der Wasserpass war auch ein Grund für den Krantermin. Seit Beginn unserer Reise ist viel neue Ausrüstung und jede Menge zusätzliches Material bzw. Ersatzteile an Bord gekommen. Da unsere große Backs Kiste an steuerbord ist, sammelt sich auch ein Großteil des zusätzlichen Gewichts an steuerbord. So haben wir ständig leichte Schräglage nach rechts. In der Karibik konnten wir das gut mit einem Rumpunsch ausgleichen und die Optik war wieder hergestellt. 🙂 Aber hier in Amerika wollten wir uns der Sache nun fachmännisch annehmen und ganz einfach den Wasserpass um 10 cm nach oben versetzen. So kann das Antifouling auch ganz sicher seine Arbeit tun und mora wird hoffentlich in den nächsten Monaten von jeglichem Bewuchs verschont bleiben.
Zusätzlich zum neuen Unterwasseranstrich haben wir auch noch den Rumpf gewaschen, poliert und gewachst. Mal sehen wie lange diesmal der Glanz anhält.
Und auch in Sachen Elektronik haben wir ein paar Dollar investiert. Die alten Anzeigen für Wind, Tiefe und Speed wurden durch neue, moderne Displays ersetzt. In den USA ist Schiffsausrüstung normalerweise nicht wirklich preiswert. Aber bei der Elektronik gibt es ein paar Ausnahmen. So mussten wir für eine i70s Anzeige von Raymarine statt den deutschen 649 € nur 399 US$ berappen. 🙂
Zusätzlich habe ich einen halben Tag in der Holzwerkstatt von Roy verbracht und unsere Halterung für den Außenborder modifiziert. Die geht jetzt NIE WIEDER kaputt. Beim Besuch der Schreinerei haben wir auch unseren Cockpit Tisch verkleinert. Er war bisher leider etwas sperrig und groß und wir haben ihn deshalb kaum genutzt. Nun hat er genau die richtige Größe für unseren Sundowner.
Und dann war auch schon eine Woche ins Land gegangen und das Leben auf der Werft (Moni meinte das Leben auf dem Schrottplatz) hatte ein Ende. Pünktlich mit dem Morgenhochwasser am Sonntag d. 03.12. hatte unser Schiff wieder den Kiel im Wasser und die 2. Saison unserer Reise starteten wir mit einer traumhaften Fahrt über 130 sm nach Süden. Während wir mit 6 kn Fahrt auf dem Atlantik in Richtung Daytona segelten gab es zum 1. Advent Lebkuchen aus Pulsnitz und später eine wunderschöne Vollmondnacht.
Mittlerweile sind wir über den ICW bis nach Stuart in den St. Lucie River gefahren. Neben der Sunset Bay Marina gibt es ein Mooring Feld wo wir für 175 US$ eine Woche liegen können und dabei alle Annehmlichkeiten des Hafens inklusive kostenloser Leihfahrräder und Shuttlebus nach Westmarine und Walmart nutzen dürfen. Hier erledigen wir die letzten Lebensmittel Einkäufe bevor es auf die Bahamas geht. Ich habe heute den Vergaser unseres Außenborders gereinigt nachdem wir 2 Tage an Land rudern mussten weil er nach 5 Monaten Pause nicht ansprang. 🙁 So sind jeden Tag ein paar Kleinigkeiten zu tun und wenn das passende Wetterfenster kommt werden wir über den Golfstrom zu den Abacos segeln und uns dann wieder bei euch melden. Bis dahin wünschen wir schon mal einen schönen 2. Advent!

zuerst wird der ganze Rumpf gewaschen

Moni erkundet in der Zeit das Dusche / Toilette / Küche Multifunktions Gebäude

einige der Nachbarn stehen wohl schon was länger hier

der Rumpf wird poliert und gewachst, der neue Wasserpass ist schon grundiert

unsere Nachbarn

Abkleben für das Antifouling

wir streichen von beiden Seiten und wollen uns in der Mitte treffen

…damit auch die Fische Bescheid wissen!

Besuch bei Roy in seiner Werkstatt

wohin mit all den Kabeln?

da am Kranplatz Ebbe ist…

…bleibt noch Zeit um das nächste Türchen zu suchen

sieht unsere mora nicht schön aus?

zurück ins Wasser

Touchdown

und ab geht die Reise in die nächste Saison

mit Sonnenschutz durch Florida

Goodbye Brunswick

Nach unserem Roadtrip-Kurzurlaub begann für uns der Arbeitsalltag. Auch wenn es uns hier in der Brunswick Landing Marina gut gefallen hat, wollen wir mal wieder was Anderes sehen und vor allen Dingen mal wieder segeln. Wie immer vor einer neuen Saison müssen noch einige Reparaturen und Verschönerungen an unserer mora vorgenommen werden. Ralph schliff endlich die Cockpitbank ab und erneuerte die Teak Pfropfen. Dies wollte er schon in Teneriffa erledigen. 🙁 Wir bestellten ein Bimini (Sonnendach im Cockpit), weil wir das Provisorium satt hatten und für die Bahamas unbedingt einen guten Sonnenschutz brauchen. Der Windmesser musste leider auch ausgetauscht werden. Bei einen Instrumentencheck stellten wir fest dass der alte Windmesser aus irgendwelchen Gründen seinen Geist aufgegeben hat. Gott sei Dank hat Ahti, ein Finne vom Steg gegenüber, ein Ersatzteil das er uns preiswert verkaufte. Voraussetzung war, dass Ralph auf Athi´s Mast hochklettert und ihn dort abmontiert. Um zu testen ob er auch wirklich funktioniert kletterte Ralph dann auf unseren Mast um ihn anzuschließen und sieh da er funktionierte. Außerdem mussten wir uns wieder in großem Maße verproviantieren denn unsere Bilgen sind im Laufe der Zeit ziemlich leer geworden. Auf den Bahamas ist alles unglaublich teuer, noch teurer als auf den Jungfraueninseln. Jo und Margit hatten noch ihr Mietauto und so konnten wir mit ihrer Hilfe die ganzen Einkäufe erledigen. Meine Begeisterung beim Einkaufen hielt sich wie immer in Grenzen.

Zwischendurch gab es noch Halloween zu feiern. Die Marina spendierte Pizza und alle sollten sich verkleiden. Mangels Kostümen an Bord mussten wir uns was einfallen lassen und ein bisschen improvisieren. Es wurde wie immer ein netter Abend mit lustigen Getränken die mit Trockeneisstücken aufgefüllt wurden und so einen überquellenden Schaum bildeten. Wir machten mit der Kyla einen BBQ-Abend, fuhren noch mal nach St. Simons zum Benny´s und besuchten bei angenehmeren Temperaturen ein weiteres mal Savannah bevor wir das Mietauto abgeben mussten.

Durch die lange Zeit die wir hier verbrachten, haben sich viele nette Freundschaften gebildet. Dave und Mary, zwei liebenswerte Amerikaner, die sich nicht vorstellen konnten, das ich noch nie in meinem Leben eine richtige Waffe gesehen, geschweige eine in der Hand gehabt habe, luden uns ein mit ihnen zu einer Shooting-Ranch zu fahren. Dave hatte als Amerikaner natürlich seine eigenen Pistolen dabei. Diese Schießhallen gibt es in Amerika wie bei uns die Pommesbuden. Man geht rein, gibt seinen Personalausweis oder Führerschein ab, kann sich bei Bedarf eine Waffe ausleihen, eine Zielscheibe aussuchen und geht an den Schießstand. Vor dem eigentlichen Schießen gab uns Dave eine Sicherheitseinweisung und rief uns ins Gedächtnis das die Waffe ein tödliches Instrument ist. Ich hätte nie gedacht, dass das Entsichern der Pistole für mich sehr schwer war, der Knall unglaublich laut ist und ich die Zielscheibe treffe. Ralph stellt sich natürlich hin und ballert drauf los als hätte er nie was anderes gemacht. Für uns Deutsche ist diese Waffenaffinität sehr suspekt. Man kann hier in jeden größeren Supermarkt Waffen jeglicher Art kaufen. Mittlerweile verstehen wir auch, warum trotz der vielen Toten, keine Gesetzesänderung vorgenommen wird. Das ist halt Amerika.

Vor der nächsten Saison wollen wir unser Schiff nochmal aus dem Wasser holen um das Unterwasserschiff neu mit Antifouling zu streichen. Dies verhindert den Bewuchs mit Algen und Muscheln. Der Propeller muss gründlich vom Bewuchs gesäubert werden, die Anode sollte bei dieser Gelegenheit ausgetauscht werden und eine neue Politur kann unser Schiff auch mal wieder vertragen. Nach großer Recherche fanden wir eine Werft bei St. Mary, ca. 40 sm südlich von Brunswick bei der wir diese Sachen selber ausführen können. Der Termin zum Ablegen stand jetzt fest. Leider mussten wir vorher noch einen Taucher organisieren, der uns den Propeller schon mal vorab vom größten Bewuchs befreit, denn wir wären nicht vorwärts gekommen. In das dunkle, nicht gerade saubere Wasser der Marina wollte ich nicht reingehen und so mussten wir für den Taucher 75 US$ bezahlen. Nicht schlecht für 10 Minuten Arbeit.

Unser Abreisetag fiel ausgerechnet auf Thanksgiving, den 23.11. und so konnten wir das große Fest der Amerikaner leider nicht miterleben. Vielleicht nächstes Mal. Der Himmel weinte als wir nach 5 Monaten Brunswick verlassen haben. Es war eine schöne Zeit. Die Marina können wir mit gutem Gewissen als Liegeplatz während der Sommermonate (=Hurricansaison) weiterempfehlen.

Draußen auf dem Atlantik empfing uns eine heftige Brise mit 25 kn aus NE und wenn der Regen nicht gewesen wäre, hätte es ein schöner Segeltag werden können. Ralph wurde es nach so langer Zeit als Landratte sogar etwas mulmig in der Magengegend aber mir ging es gut und so segelten wir etwas ruppig Richtung Süden. Wir machten am Nachmittag an einer Boje bei Fernandina Beach fest. Nach einer heißen Nudelsuppe legten wir uns früh ins Bett. Morgens um 11 Uhr sollten wir am Kran sein und Ralph war schon ganz aufgeregt.

 

Vom Kranen und der Werftzeit berichten wir im nächsten Blog. Aber schon mal vorweg erzählt: das Kranen hat gut geklappt. 🙂  🙂  🙂

verwittertes, altes Teak im Cockpit

neu geschliffen und versiegelt – so gefällt das der Skipperin

unser neues Bimini

Mary und Dave informieren uns über die schönsten Plätze auf den Bahamas

Ralph in luftiger Höhe

der klägliche Rest an Lebensmitteln auf unserem Schiff

Halloween mit Margit und Jo

Savanna

Candy Maschine aus Opas Zeiten

Leuchtturm für Claudi 🙂

Atlantik

große Auswahl für jeden Geldbeutel

zuerst werden die Magazine geladen

Dave und Mary

zielsicherer Ossi am Abzug

wackeln nun die Knie oder die Pistole am meisten..?

unsere Gängster sind erlegt!

Lee der Taucher – da wo es uns zu dreckig ist verdient er gutes Geld mit seiner Arbeit

Road Trip durch den Südosten der USA /Tag 7 bis Tag 11

Tag 7:

Frank und Jeannette lebten 7 Jahre in Georgia und haben uns mit jeder Menge „must see“-Zielen eingedeckt. Die Stadt Helen stand wegen dem alljährlichen Oktoberfest ziemlich an oberster Stelle. Helen ist eine Kleinstadt am Rande der Blue Mountains. Wenn man durch die Stadt läuft fühlt man sich in ein bayrisches Dorf versetzt. Die ganze Stadt besteht aus kitschigen Alpenhäusern, überall ertönt Blasmusik, die Leute laufen mit Ledertrachten bzw. Dirndl rum und es gibt deutsches Bier und bayrisches Essen bzw. das was der Amerikaner dafür hält. Eine Halle ist komplett als bayrisches Festzelt errichtet und es spielt eine Band in Lederhosen Alpendudelmusik. Wir wandeln durch das Dorf und können nur noch staunen was für ein Bild der Ami über Bayern hat. Als wir mit einem jungen Amerikaner (ca. Ende 20) ins Gespräch kamen, fragte er uns, ob es in Deutschland tatsächlich so aussehe und ob es stimmt, das wir warmes Bier trinken. Es wurde ein ganz lustiger Abend und wir konnten einige Vorurteile ausräumen.

Oktoberfest in Amerika

zur Not liegt auch Heidelberg in Bayern

deutsche Schokotorte, das Stück für 9.00 USD

Sauerkraut und Fisch

Bierkrüge

lustige T-Shirts mit seltsamer Beschriftung

nette Kellnerin – man beachte das Verbot von Waffen

manch einer trägt seine Einstellung zu den Waffengesetzen direkt auf der Weste

Bierzelt in Helen / Georgia

bei der ersten Bestellung ist auch der Humpen bzw. der Stiefel mit dabei. danach gibt es das günstige Refill Angebot

wir haben uns mit den üblichen Plastikbechern abgefunden – der halbe Liter für 6.50 USD

 

Tag 8 und 9:

Für Atlanta, die Hauptstadt von Georgia nahmen wir uns 2 Tage Zeit. Nach fast einer Woche Natur waren wir bereit für City und Kultur. Vom Hotel aus gibt es einen kostenlosen Shuttle zum Flughafen inkl. Metrostation. Mit einem 2-Tagesticket für US$ 14.00 p.P. konnten wir quer durch die Hauptstadt fahren. Wir besuchten die CNN-Sendezentrale und machten eine Führung durch die Studio´s. Hier werden von 2000 Mitarbeitern rund um die Uhr Nachrichten und Reportagen gedreht, geschnitten und gesendet. Nebenan befindet sich das Museum von Coca-Cola. In dem modernen Bau befinden sich Hunderte von alten und neuen Gebrauchsobjekten, Werbeschildern und Getränkeautomaten aus der ganzen Welt. Es gibt viele Animationsclips und interessante Informationen über das geniale Marketingkonzept sowie über die Legende des Geheimrezeptes von Coca-Cola. Zum Schluss konnten wir im „Tastes of the World“ über 100 von Coca-Cola produzierte Getränke dieser Welt kosten. Jeder Kontinent hat seine eigenen Geschmacksrichtungen. Mit manchen Getränken konnten wir uns anfreunden, andere schmeckten so schrecklich wie sie aussahen. 🙁

Die Skyline von Atlanta ist mit ihren Wolkenkratzern beeindruckend. Im WestIn Hotel fuhren wir mit einem Außenfahrstuhl bis in die 72. Etage um von dort oben einen grandiosen Rundumblick über Atlanta zu genießen. Und das, im Gegensatz zum empfohlenem Riesenrad, ganz umsonst! Als Belohnung für den erfolgreichen Tag gönnten wir uns im Hard Rock Cafe ein großes Bier. Zum „must see“ in Atlanta gehört natürlich auch der Besuch der Grabstätte von Dr. Marin Luther King jr. Leider wurde die Grabstätte ausgerechnet an dem Tag an dem wir hier waren, restauriert.

So viel Sightseeing und Kultur ist anstrengend. Abends taten uns die Füße weh und 2 Tage Großstadt waren dann auch genug.

alle wichtigen Punkte in Atlanta sind gut mit der Metro zu erreichen

das Headquarter von CNN

das Gebäude besteht aus 5 einzelnen Häusern welche um einen gigantischen Innenhof reichen

Übertragungswagen aus Kriegsgebieten

Moni vor der Skyline von Atlanta

beeindruckend

das Riesenrad wurde uns als Attraktion empfohlen

aber das WESTIN Hotel ganz links ist viiiiel höher

im Coca Cola Museum

John Pemberton erfindet und mixt die Coca Cola

eine alte Soda Bar, der Kunde konnte sich Wasser mit seiner bevorzugten Geschmacksrichtung bestellen. Coca Cola sollte gegen Kopfschmerzen wirken

Asa Candler kaufte Coca Cola für 2300 USD

um die Firma nach einigen Jahren und vielen genialen Marketing Strategien für 25 Millionen USD wieder zu verkaufen

alter Cola Automat

Sammeldosen

selbst in Atlanta trifft Ralph seine alten Kollegen wieder

ein weiterer Platz für überteuertes Bier

aber in der Umgebung wollen wir mal ein Auge zudrücken und das Bier geniessen

das Grabmal von Dr. MLK jr. und seiner Frau

der Friedensnobelpreis

 

Tag 10:

Uns zog es wieder in die Natur. So fuhren wir weiter nach Süden in eine Stadt Namens Columbus. Der Chattahoochee River fließt durch die Stadt und es gibt seit 1992 eine sehr schöne Uferpromenade. Den „Columbus Riverwalk“, der vorbei an alten Gebäuden und neuen Sportanlagen führt. Am Abend gingen wir noch in ein nettes Restaurant und setzten uns an die Bar. Man kommt hier schnell mit den Einheimischen ins Gespräch und wir sind immer wieder erstaunt, dass die Amerikaner gegenüber uns Deutschen und unserem Land sehr viel Respekt und Achtung zum Ausdruck bringen. Sehr viele kennen unsere Kanzlerin„Angie“ und äußern sich sehr positiv über sie. Oft haben wir schon erlebt, dass sich die Amerikaner bei uns wegen ihrem aktuellen Präsidenten entschuldigen. 🙂

Chattahoochee River

Wildwasserbahn an der rechten Seite der Stadt

Befahrbarer Fluss an der linken Seite der Stadt

Flaniermeile am Fluss

Vorbereitung für Helloween

die Geister sind unter uns

 

Tag 11:

Wir machen einen Ausflug zum Providence Canyon State Park. Etwa 65 km südlich von Columbus, bei Lumpkin, gibt es den „Grand Canyon von Georgia“. Dort kann man am Canyon Rand runter zu den Felsformationen wandern und ist abseits der ganzen Touristenströme. Die bizarren Felsen sind teilweise 50 m hoch und von hellem Rot und warmen Orange bis zu bleichen Weiß gefärbt. Eine wirklich schöne Gegend.

Providence Canyon

Ralph MUSS wieder Wandern

Moni freut sich auf´s Wandern

tolle Farben

steile Hänge

und es geht noch steiler

und noch mehr

am Ende hat auch Ralph die Wanderung durch den Canyon gefallen

Eigentlich wollten wir noch weiter nach New Orleans und an den Golf von Mexiko. Doch die Hotelpreise von über 200 US$ p.N. haben uns von dem Vorhaben abgehalten. Wir schauen uns die Küsten lieber von unsere mora aus an. So starteten wir die Rückreise nach Brunswick. Mittlerweile waren auch Margit und Jo von der KYLA von ihrer Rundreise quer durch die USA zurückgekehrt und so freuten wir uns auf ein Wiedersehen.