Exumas Teil 2

12.02.18 bis 28.02.18

Nach dem tollen Schnorchel-Erlebnis vor Normans Cay segelten wir einen kurzen Tagestrip weiter zu der unbewohnten Inseln Hawksbill Cay. Auch diese Insel gehört zu dem „Land and Sea Park“, wo nicht gefischt, gejagt oder sonstige Gegenstände mitgenommen werden dürfen. Hier lagen wir mit einer Handvoll Booten vor einem wunderschönen Strand. Kaum angekommen erkundeten wir die Umgebung und am nächsten Morgen kletterten wir auf den einzigen Berg weit und breit. Unser Ziel war ein wenig besseren Empfang mit dem Handy zu erhaschen um den Wetterbericht für die nächsten Tage zu aktualisieren. Handy Empfang gab es keinen, dafür aber eine grandiose Aussicht. Gemeinsam mit Heike und Herwig  beschlossen wir am Abend spontan den Sundowner am Strand zu nehmen. Stilvoll mit Musik, Tisch und Gläsern fuhren wir mit dem Dinghi zum Strand und genossen zu Viert einen traumhaften Sonnenuntergang.

Nach 2 Tagen lichteten wir den Anker und segelten weiter nach Warderick Wells Cay. Dort ankerten wir außerhalb des Mooringfeldes östlich vom Emerald Rock und sparten so das Geld für eine Boje. Warderick Wells ist die südlichste Insel des Nationalparks. Dort gibt es einen unter Seglern berühmten Hügel, den „Boo-Boo-Hill“. Es ist Tradition, das jeder Segler der den Hügel besteigt eine Gabe an Neptun leistet damit ihm gute Winde geschenkt werden. Herwig, Heike und wir bastelten mit großem Eifer und legten Neptun unsere Opfer dar mit der Bitte, dass uns kein Unbill passiert. Allein für den Ausblick vom Hügel hat sich die Wanderung schon gelohnt. So viele unterschiedliche blaue und grüne Töne des Meeres haben wir selten gesehen. Tags darauf schnorchelten wir am Emerald Rock.

Nach wiederum 2 Tagen ging es über Bell Island nach Soldier Cay zu einem weiteren Schnorchel-Hotspot, dem Sea-Aquarium und einem kleinen Flugzeugwrack. Um dahin zu gelangen mussten wir durch eine sehr enge Passage und Ralph schwitzte Blut und Wasser, aber dank der Worddancer die vorausfuhr und uns über Funk die Tiefenangaben nannte, gelangten wir zu einem Korallenriff mit Hunderten von Fischen. Es war wirklich Schnorcheln im Aquarium. Herwig hatte Kekse mitgenommen und lockte damit die Fische an. Innerhalb von Sekunden umschwirrten uns ganz viele von diesen „Dortmund Fischen“.

Am frühen Nachmittag holten wir den Anker auf und segelten die restlichen Meilen zum Big Majors Spot bei Staniel Cay, der berühmten Insel mit den schwimmenden Schweinen. 🙂 Dort gehen die Schweine tatsächlich ins Wasser und schwimmen zu den Booten um von den Touristen Fressen zu erbetteln. Und jeder gibt den Schweinen natürlich etwas von seinem Brot- oder Salatresten ab. Den Schweinen geht es wirklich gut, sie haben genügend Trinkwasser und auch normales Trockenfutter. Sie laufen auf jeden Menschen freudig und friedlich zu. Das sind wahrhaft glückliche Schweine! und so niedlich… und laut den Männern genau passend als Spanferkel 🙁

Die Tage vergingen wie im Fluge, mittlerweile sind die Balou und die Kyla eingetroffen und wir fuhren zusammen zu dem 2. Highlight an dieser Insel – der Thunderbolt Grotte. Dort wurde der James-Bond Film Feuerball mit Sean Connery gedreht. Bei Niedrigwasser braucht man nicht unter den Felsen in die Grotte tauchen sondern kann ganz normal reinschnorcheln. Einmal in der Grotte angekommen empfingen uns viele Fische. Von oben schien durch einen Felsdurchbruch die Sonne und gab der ganzen Kulisse etwas Unwirkliches.

Nun fehlte nur noch ein Besuch in der Bar des Staniel Cay Yacht Club zum RumPunsch und einer Runde Billiard. In dieser Bar hatte schon die Filmcrew um Sean Connery für Umsatz gesorgt.

Langsam hieß es für uns Abschied nehmen. 🙁 🙁 🙁 Den letzten gemeinsamen Abend mit Beate, Heike und Herwig verbrachten wir an einem einsamen Strand mit Musik und Lagerfeuer. Die Wege der 4 deutschen Schiffe trennen sich. Balou und Worddancer bleiben noch bis Mitte März in Staniel Cay und warten auf Rainer. Kyla und wir segeln bereits jetzt weiter nach Süden. Es war eine schöne gemeinsame Zeit vor Big Majors. 6 Wochen waren wir nun mit Heike und Herwig unterwegs und wir danken den Beiden für die vielen Infos über tolle Anker- und Schnorchelplätze und die schöne Zeit die wir mit ihnen verbracht haben.

Begrüßung im Nationalpark am Strand von Hawksbill Cay

nach einer kurzen Klettertour genießen wir die tolle Aussicht

Blick nach Norden

in dieser kargen Umgebung wachsen die Pflanzen auch schon mal aus den Steinen

unsere mora am Ankerplatz, die dunklen Flecken hinter dem Schiff sind kleine Korallenbänke und dienen den jungen Fischen als Kinderstube

unser Strand, sonnst ist ja auch niemand hier 🙂

Spotty in der Lagune

Achtung: das ist keine Verkaufsanzeige!!!

Moni kommt von ihrer Wanderung zurück

hier kann man es eine Zeit lang aushalten

Zeit für den Sundowner

Herwig verabschiedet die Sonne indem er auf seiner Conch Muschel bläst

blauer Fisch

gestreifter Fisch

Haifisch

die Überreste eines Wales am Strand von WarderickWells, er wurde 1995 tot angeschwemmt- in seinem Magen waren jede Menge Reste von Plastikfolie und so ist er verhungert 🙁

Aussicht auf das Mooringfeld vor WarderickWells

Blick vom BooBoo Hill

die Yachten liegen in einer ca. 30 Meter breiten Rinne, daneben ist das Wasser bei Ebbe nur knietief 🙂

der Berg mit den Opfergaben für Neptun ist schon recht groß

Heike und Herwig mit ihrem Worlddancer Logo

und hier sind nun unsere Mitbringsel an Neptun, möge er allzeit das Unheil von uns Fernhalten!

Auf dem Weg nach Soldier Cay, hoch konzentriert und immer im Funkkontakt zu Herwig 🙂

der Strand von Little Halls Pond Cay, Besitzer dieser netten Insel ist Jonny Depp

Fischalarm

sie kommen zu dutzenden

und sie sind verfressen 🙂

hier ist Herwig vor lauter Fischen kaum noch zu sehen

weiter geht die Fahrt zum Wrack einer kleinen Cessna

Big Majors Spot – die Schweinebucht der Exumas

na dann schaun wir mal was es bei den Touristen heute zu Essen gab 🙂

Trinkwasser ist auch immer gern gesehen

und weiter zum nächsten Boot schwimmen

ich bin ja so Süß — und bestimmt auch so Lecker 🙂

sogar mit dem Flugzeug werden die Schweine besucht

der Eingang zur Thunderbolt Grotte

im Inneren der Grotte gibt es einige Abzweigungen unter Wasser

durch diese Öffnung fällt das Sonnenlicht ein

der Blaue Ausgang

grüner Fels

Blick zum Eingang

Sundowner der deutschen Segler

Lagerfeuer zum Abschied 🙂 -schön wars !!!

5 Gedanken zu „Exumas Teil 2

  1. Andrea

    wow ihr Lieben, ich bin total geflasht, das sind ja Traumbilder, man fühlt sich mittendrin, die Vielfalt der Fische, man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus
    Weiter so, ganz liebe Grüße von allen
    Andrea und co

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  2. 2 Rad Vagabund

    Da ist ja eine Insel schöner wie die andere.
    Neptun wir euer Geschenk wohl annehmen und dafür sorgen das ihr immer gute winde habt.
    Schweine die schwimmen sind Fische und können in der Fastenzeit Karneval bis Oster ruhig gegrillt werden 🙂 danach aber auch.
    Ja so ist das bei langen Reise Fremde werde zu Freunden aber irgendwann gehen sie andere Wege. Aber die Welt ist klein und irgend wann und irgend wo sieht man sich wieder.
    Wünsche euch weiterhin Erlebnisse dieser art .
    Euer
    2 Rad Vagabund

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  3. Claudia

    Hallo aus der verschneiten Heimat – da kommen diese Bilder gerade recht!
    Nach einigen Tagen Eiskeller Deutschland kommt jetzt der Schnee und dann vielleicht doch mal der Frühling ?!? Aber da bauen einen diese Bilder echt auf…machen aber auch neidisch!
    Tolle Bilder und Erlebnisse – weiter so!
    Und natürlich wird Euch Neptun gut gesonnen sein – wer solche Opfer bringt!
    Liebe Grüße
    Claudia

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  4. Marc Stolte

    Unglaublig Schön!
    Wie ist das mit die Schweine? Soll man die noch saltzen?
    Wünschen euch noch einen Schöne Zeit.

    Grusse Marc und Familie

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  5. Sabine Schlenk

    Was für tolle Bilder. Das es bei unserer übervollen Welt immer noch solche Flecken gibt.
    Keine oder kaum Menschen. Es scheint noch Ecken zu geben, die mal nicht überlaufen sind
    Natur pur und was für tolle Farben.
    Freue mich auf die nächsten Beiträge.
    Allzeit weiter gute Fahrt. Kann ja jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen.
    Bei den Gaben an Neptun.
    Alles liebe Sabine und Volker

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