{"id":2158,"date":"2017-07-02T23:58:31","date_gmt":"2017-07-02T22:58:31","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-mora.de\/?p=2158"},"modified":"2017-07-03T02:16:37","modified_gmt":"2017-07-03T01:16:37","slug":"das-erste-jahr-im-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-mora.de\/?p=2158","title":{"rendered":"das erste Jahr im R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind nun 1 Jahr unterwegs und wir wollen mal Bilanz ziehen. Wir schreiben unsere Eindr\u00fccke unabh\u00e4ngig voneinander auf.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Moni\u00b4s Meinung<\/em><\/strong>:<\/span><\/p>\n<p><strong>L\u00e4nder:<\/strong><\/p>\n<p>Zu meinen bisher sch\u00f6nsten Gebieten die wir besegelt haben, geh\u00f6ren immer noch Galicien in Spanien und die <span style=\"color: #000000;\">Atlantikk\u00fcste<\/span> von Portugal. Es waren die Menschen, die Landschaften und das Leben in diesen L\u00e4ndern die mich begeistert haben. Auch Teneriffa geh\u00f6rt dazu. Die Karibik ist auch sehr sch\u00f6n, vor allem das warme, klare und saubere Wasser ist f\u00fcr mich als Wasserratte toll gewesen. Jederzeit wenn wir vor Anker lagen, einfach ins Wasser zu springen ein paar Runden zu schnorcheln und den Fischen guten Tag zu sagen war ein sch\u00f6nes Erlebnis. Antigua \u00a0und die Schwesterinsel Barbuda geh\u00f6ren zu den Highlights die ich gerne wiedersehen m\u00f6chte und auch Puerto Rico und die spanischen Jungferninsel. Die britischen Jungferninseln haben mich entt\u00e4uscht. Ich hatte mich sehr auf die BVI\u00b4S gefreut, aber wahrscheinlich hatte ich schon zu viel gesehen. So fiel mir dieser Massen-Charter-Tourismus sehr negativ auf. Es war an vielen Stellen sehr voll und es war \u00fcberall sehr teuer. Eine kleine Ausnahme bildete Little Jost van Dyke wo wir fast alleine, leider nur f\u00fcr 2 Tage bei Sandy Spit vor Anker lagen. \u00dcberhaupt ist die Karibik sehr, sehr teuer. Erst wenn man mehrere Monate nicht in Europa war, wei\u00df man zu sch\u00e4tzen wie gut es einem dort geht. Es sind nicht nur die g\u00fcnstigen Lebensmittelpreise und das man jederzeit alles bekommen kann sondern auch das Klima in Europa.<\/p>\n<p><strong>Zweisamkeit:<\/strong><\/p>\n<p>Das sehr intensive, 24-stundenlange Beisammensein ist nicht einfach. Es krachte immer wieder ziemlich kr\u00e4ftig (auch das muss mal erw\u00e4hnt werden) und man kann sich nicht richtig aus dem Wege gehen. Das Gute daran ist, man muss dar\u00fcber reden und so rauften wir uns immer wieder zusammen. Die Entscheidung das zu tun, was wir tun, habe ich nicht bereut. Ich freue mich nach Deutschland zu kommen, aber ich freue mich auch genauso auf die n\u00e4chste Saison.<\/p>\n<p><strong>Ausr\u00fcstung:<\/strong><\/p>\n<p>Anstelle des Windgenerators f\u00fcr 1.500,- \u20ac h\u00e4tten wir besser eine zus\u00e4tzliche Solarzelle gekauft. Die Batteriekapazit\u00e4t von 675 Ah ist mehr als ausreichend, wir hatten jederzeit gen\u00fcgend Strom. \u00dcberhaupt war die ganze Elektroinstallation, die Ralph neu installiert hat, super durchdacht und es gab nie ein Problem mit der Elektrik. Es wurden alle Lampen auf LED umgestellt, 3 Inverter f\u00fcr Verbraucher mit unterschiedlicher Leistung installiert und ich wei\u00df nicht was Ralph noch alles an technischen Raffinessen eingebaut hat. Die Entscheidung eine Mittelcockpityacht zu kaufen ist f\u00fcr uns noch immer die richtige Wahl. Wir f\u00fchlten uns auf den Segelpassagen immer sicher und es war \u00e4u\u00dferst selten das es mal eine Welle ins Cockpit schaffte. Der neue Decksbelag aus Flexiteek, der uns im Winterlager viel Arbeit bescherte und viel Geld gekostet hat, hat sich auch gelohnt. Wir erhalten viele Komplimente und viele Leute wollten nicht glauben, das es kein echtes Teak ist. Au\u00dferdem ist der Belag sehr pflegeleicht. Unsere Hallberg Rassy 36 ist ein sehr zuverl\u00e4ssiges Schiff, bis jetzt ist au\u00dfer der Genua und der K\u00fchlwasserpumpe nichts Gr\u00f6\u00dferes kaputt gegangen und ich hoffe es bleibt auch so.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>Ralph\u00b4s Meinung:<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>L\u00e4nder:<\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche mir ein Land mit den freundlichen Spaniern und ihrem hervorragendem K\u00e4se als Nachbarn, mit den Obst und Gem\u00fcse Preisen von Portugal, dem Brot, Wurst und Bier Angebot aus Deutschland, dem Wetter und der Segel Community von Antigua, dem Strand von Barbuda, der Vegetation von Domenica, dem klaren Wasser der BVI\u00b4s, den Marine Ausr\u00fcstern von Martinique und den Preisen f\u00fcr\u00b4s Internet von Puerto Rico. Das Ganze dann noch m\u00f6glichst weit weg von allen Donald T\u00b4s dieser Welt.<\/p>\n<p>Mal sehen ob wir dieses Land in der n\u00e4chsten Saison in der Karibik finden. Wenn nicht kommt das spanische Galizien oder der Norden der Insel Teneriffa einem Gro\u00dfteil meiner W\u00fcnsche schon recht nah.\u00a0\ud83d\ude42<\/p>\n<p><strong>Menschen:<\/strong><\/p>\n<p>Wir bereisten in den vergangenen 365 Tagen insgesamt 17 verschiedene L\u00e4nder. So unterschiedlich die einzelnen Menschen auch sind, wir wurden immer freundlich empfangen. Wir hatten nicht ein einziges Mal das Gef\u00fchl, dass wir unerw\u00fcnscht waren oder dass wir Angst um unsere Sicherheit haben m\u00fcssten. Ganz speziell auf den \u00e4rmeren Inseln der Karibik waren die Leute extrem hilfsbereit und zuvorkommend. Selbst dann noch, wenn sie gerade mal nichts von ihrem Tinnef an den Mann bringen konnten oder wir auch keine 5. Mango am Tag kaufen wollten. Als wir in Guadeloupe auf den Bus warteten hat z. Bsp. eine junge schwarze Frau angehalten, und uns spontan zum n\u00e4chsten Supermarkt gefahren. Wer von Euch hat schon mal zwei fremde Schwarze in sein Auto eingeladen&#8230;?<\/p>\n<p><strong>Zweisamkeit:<\/strong><\/p>\n<p>Bei einer Partnerschaft an Land verbringen die Leute t\u00e4glich 9-10 Stunden bei der Arbeit, gehen 2 Stunden ins Sportstudio, Treffen sich mehrmals die Woche mit Freunden, verbringen Zeit beim Einkaufen und im Haushalt und Schlafen rund 8 Stunden am Tag. Wer jetzt mitgerechnet hat wird feststellen dass nur noch wenige Stunden f\u00fcr gemeinsame Aktivit\u00e4ten wie Essen, Trinken, Fernsehen und auch STREITEN zur Verf\u00fcgung stehen. Da wir im letzten Jahr nicht gearbeitet haben, das Sportstudio gek\u00fcndigt wurde und die Freunde zu weit weg sind konnten wir fast 24 Stunden unserer Zeit bei den restlichen Aktivit\u00e4ten genie\u00dfen. \ud83d\ude42\u00a0Ich habe mal gelesen dass in einer Partnerschaft 1 Jahr auf dem Schiff so viel z\u00e4hlt wie 3 Jahre an Land. Bisher haben wir uns aber immer wieder vertragen, das Geschirr ist noch ganz und es schl\u00e4ft auch noch keiner im Vorschiff. Das macht doch Lust auf eine weitere Saison.<\/p>\n<p><strong>Ausr\u00fcstung:<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin recht zufrieden mit dem was wir haben. Alles Technische, was das Leben noch sch\u00f6ner machen w\u00fcrde, kann schnell ein Punkt im Kapitel Zweisamkeit werden weil es meistens viel Geld kostet. \ud83d\ude41<\/p>\n<p>Nur bei einem Punkt der Ausr\u00fcstung w\u00fcrde ich in Zukunft noch viel intensiver intervenieren: Das Dingi! Genauso wenig Sinn wie ein Auto ohne Kofferraum und mit nur 40 PS macht, so wenig Sinn macht ein Dingi wenn es nicht gro\u00df genug ist und wenn der Motor nicht stark genug ist um mit 2 Personen in Gleitfahrt zu kommen! Minimum 2,90 Meter und 15 PS. Alles andere ist nur dazu geeignet um, nach einer Fahrt gegen Wind und Welle, mit reichlich Salzwasser gesp\u00fclt und v\u00f6llig nass am Tresen zum Sundowner anzulanden. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind nun 1 Jahr unterwegs und wir wollen mal Bilanz ziehen. Wir schreiben unsere Eindr\u00fccke unabh\u00e4ngig voneinander auf. Moni\u00b4s Meinung: L\u00e4nder: Zu meinen bisher sch\u00f6nsten Gebieten die wir besegelt haben, geh\u00f6ren immer noch Galicien in Spanien und die Atlantikk\u00fcste von Portugal. 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