Archiv des Autors: Moni

Cuba Teil 2

30.04.2019 bis 17.05.2019

Von Cienfuego ging es am Dienstag über die Leuchtturminsel (Cayo Guano des Este) nach Cayo Largo. Leider blieb der vorher gesagte Wind zum Leuchtturm aus, sodass wir die 48 sm leider motoren mussten. Aber dafür entschädigte uns die ruhige Ankerbucht direkt vor dem Turm mit glasklarem Wasser bei 25 Grad. Weil es hier so schön war blieben wir direkt einen Tag länger und segelten erst am Donnerstag, den 2. Mai die 37 sm weiter nach Cayo Largo. 

Man erzählte uns, das die Insel sehr touristisch sei, wegen der feinen Sandstrände und Tauch- und Schnorchelspots, aber das hielt sich alles sehr in Grenzen. Die Touristen blieben in ihren All-Inclusive Hotels und wir bemerkte sie kaum. Wir ankerten in einer ruhigen und geschützten Bucht. Es gibt eine kleine Marina mit einer netten Kneipe, Dinghisteg und einen kleinen Lebensmittelladen. An der Kneipe gab es nicht nur Internet sondern auch gut gekühlte Getränke für kleines Geld. Das Beste waren die Preise fürs Essen. Eine normale Pizza  gab es ab 1,80€! und sie war auch noch außergewöhnlich lecker. Auch die anderen Speisen auf der Karte waren unglaublich günstig. Es gab frisches Gemüse, Eier und Goudakäse zu kaufen. Für Cuba ein Paradies und so blieben wir eine Woche und der heimischen Herd blieb kalt.

Mit der Crew der Incentive und Rudi von der Sea-Ya segelten wir mit einem Ankerstop bei Cayo Rosario (nichtssagenden) direkt weiter nach Cayo Campos. Wir wollten die Isla Juventud nördlich umsegeln. So konnten wir geschützt durch ein Aussenriff, ohne Welle wunderbar segeln. Es erinnerte uns ein bisschen an die Bahamas. Auf Cayo Campos gibt es nur eine Rangerstation von 4 Männern, die hier für 1 Monat stationiert sind und dann abgelöst werden. Ein ziemlich langweiliges Leben und umso mehr freuen sie sich, wenn Segler die Insel besuchen. Es gibt einen Brunnen mit Süßwasser und wir durften damit unsere Tanks auffüllen. Am Abend bedankten wir uns mit einem geselligen Beisammensein und wir spendeten Rum und viel Bier. Ein netter Abend. Für Rik, Sanne und Rudi gab es noch 5 Lobster, die sie am Riff fangen konnten. Ich habe natürlich wieder dankend abgelehnt, weil ich Hummer lieber in ihrer natürlichen Umgebung beim Tauchen oder Schnorcheln erlebe. Überhaupt war das Wasser wieder sehr warm und glasklar. Ein sehr entspannter und schöner Ankerstopp. 

Am Sonntag den 11.5. segelten wir ganz gemütlich weiter zum nördlich Punkt von Isla Juventud, Punta Colombo. Normalerweise darf man dort nicht Ankern, es liegt dort das Gefängnis, in dem schon Fidel Castro und seine Revolutionsfreunde gesessen haben. Aber nach einigen freundlich Funksprüchen durften wir für eine Nacht bleiben. Ein  Danke an die Offiziellen. Am nächsten Tag ging es daher direkt weiter nach Caleta Puerto Frances zum westlichem Zipfel von Isla Juventud, das 41 sm entfernt lag. 

Aufgrund der guten Windvorhersage und weil unser 1-Monatiges Visum langsam ausläuft entschieden wir uns direkt am darauffolgenden Tag die 120 sm zum westlichen Punkt von Cuba zu segeln, nach Los Morros. Es wurde ein schöner, tagsüber auch schneller Törn. Abends um 8 Uhr schlief der Wind ein, aber ab 2 Uhr in der Nacht konnten wir wieder schön segeln. Um 12 Uhr Mittag legten wir Längsseite an der Sea-Ya an, die am Steg festgemacht hat. Der Preis fürs das Anlegen kostete 0,40 CUC incl. Wasser pro Fuß. So haben wir aus Bequemlichkeit beschlossen, die nächsten 4 Tage am Steg zu liegen. Die Offiziellen mit Drogenhund kamen an Bord, wir bekamen unsern Stempel und alles hatte seine Ordnung. In Los Morros ist so ziemlich der Hund begraben. Außer einer Kneipe und gutes Internet ist hier überhaupt nichts los. 3 KM entfernt gibt es ein Restaurant mit kostenlosem Busshuttle, aber das Essen ist nicht so gut und gegenüber Cayo Largo auch etwas teurer. 

Während wir hier zusammen auf ein gutes Windfenster nach Florida warten, bekamen wir von spanischen Sportanglern einen großen Red Snapper und von einem Einheimischen einen kleinen Thunfisch geschenkt. Einfach so! Wir hatten noch Grillkohle und die Incentive einen Grill. Sanne kümmerte sich um die Fische, ich machte noch Reis dazu und fertig war ein tolles Abendessen für 5 Personen das ganz rustikal am Steg verspeist wurde. Auch das ist Cuba.

Überhaupt ist die Bürokratie in Cuba nicht so kompliziert. Man klariert ein, wenn man dann den Anker- oder den Hafenplatz verlässt bekommt man ein Papier das abgestempelt wird. Am nächsten Stopp, wo ein Hafenbüro oder Einklarierungsbüro gibt, muss das Papier wieder vorgelegt werden und das wird dann wieder bei Abfahrt abgestempelt. Die ganzen Ankerstopps dazwischen können ohne Probleme angesegelt werden. Das ganze Prozedere kostet nichts und auch das Ausklarieren ist umsonst. 

Am Samstag den 18. Mai kommt der Wind den wir für die 470 sm nach Florida gut gebrauchen können, das paßt insoweit ganz gut, weil am nächsten Tag unser Visum ausläuft. Cuba hat uns gut gefallen, die Cubaner und ihr Erfindungsreichtum haben uns stark beeindruckt. Obwohl die Cubaner selbst nicht viel haben, geben Sie gerne und sind noch so freundlich und hilfsbereit dabei. Es gibt keine Bettler, keine Korruption, keine Bestechungen und die Insel gehört zu den sichersten in der ganzen Karibik. Auf keiner anderen karibischen Insel haben wir uns so sicher gefühlt wie in Cuba. Danke für eure Gastfreundschaft – Haste la Vista Cuba.

Willkommen auf Cayo Largo

Mora in der kleinen Marina auf Cayo Largo

Waschtag

Leuchtturm von Cayo del Este

Cayo Campos

Cayo Campos

Wir füllen unseren Tank mit feinstem Quellwasser

Im Norden von Isla de Juventud

Die Hafenkneipe von Los Morros

Abel, er ist Kneiper und Hafenmeister in einer Person

tägliches Wetterbriefing vor dem nächsten Schlag nach Florida

eiserne Fleisch Reserve für das Hotel in Los Morros

Wir machen mal einen Tag Urlaub

So lässt es sich auch in der Mittagshitze aushalten

Sanne hat von den Fischern einen Red Snapper geschenkt bekommen

zuerst müssen die vielen Schuppen ab

fertig gegrillt mit Reis als Beilage, zum Nachtisch gab es noch etwas Tunfisch für jeden

Rudi spendiert zum Abschluss noch eine Runde Heineken

 

Cayman Island

05.04.2019 bis 18.04.2019

Nachdem der Nordwind mal eine Pause gemacht hat, hieß es für uns Ankerauf und Abschied von Providencia und unserem geliebten Kolumbien. Es ging weiter Richtung Norden zu den Cayman Inseln. Bevorzugt zur östlichsten der 3 Inseln, nach Cayman Brac. In Little Cayman kann man nicht einklarieren und Grand Cayman ist, ähnlich wie Aruba, voller Kreuzfahrer aus Amerika. 🙁 Die Distanz nach Cayman Brac beträgt von Providencia 400 sm und wir rechneten uns aus in 3 Tagen dort zu sein. Nach dem Frühstück setzten wir die Segel und wir kamen mit 5 bis 6 Knoten gut voran. Bis auf die letzte Nacht auf See lief alles reibungslos aber dann wollte der Autopilot nach einem Squall nicht mehr funktionieren und der Windpilot hatte auch keine richtige Lust. So mussten wir mit der Hand steuern. Am frühen Morgen ließ der Wind nach und wir starteten für die letzten 40 sm den Motor und siehe da, unser Autopilot ist aufgewacht und steuerte uns bis zum Ziel.
Auf der Westseite von Cayman’s Brac angekommen riefen wir über Funk den Zoll und die Immigrationsbehörde an. Wir durften bei Scott Bay, West End, an einer der kostenlosen Mooringtonnen festmachen. Die Offiziellen kamen unmittelbar danach zu uns an Bord, drückten ihre Stempel in unsere Pässe, gaben uns viele Tipps und Infos zu ihrer Insel und brausten wieder davon, ohne das wir auch nur einen Cent bezahlen mussten. Nach dem teurem Einklarieren mit Agenten in Kolumbien eine Wohltat für die Bordkasse. 🙂
Das Ankern rund um die Insel ist verboten und wenn wir einen Blick ins Wasser werfen wissen wir auch warum. In über 10 Meter Wassertiefe können wir rund um uns herum die Korallenköpfe sehen. Glasklares Wasser bei Temperaturen um die 24 Grad halten mich nicht an Bord. Mit Maske und Schnorchel wird erstmal die nähere Umgebung erkundet. Der Meeresgrund ist trotz Ufernähe sehr sauber, viele Fische und natürlich jede Menge Korallen.
Mit der Crew der Incentive werden ein paar Tauchgänge organisiert. Die Tauchschule bringt uns die Flaschen direkt zum Dinghi Steg und füllt unsere eigenen Flaschen zu einem guten Preis von 10 € pro Flasche. Wir können direkt vom Boot aus Tauchen oder zu einer der umliegenden Mooringtonnen mit dem Dinghi hinfahren und dort den Tauchgang starten. Es ist fast wie in Bonair. Es gibt jede Menge Tauchspots mit und ohne Wracks, alle sind ohne Strömung und nicht zu tief (max. 25 Meter).
Aber auch über Wasser ist die Insel sehr zu empfehlen. Es ist alles sehr ruhig und beschaulich, es sind einige Touristen zum Tauchen hier und von Seglern wird die Insel kaum angefahren. An unserem  Dinghi Steg gibt es sehr saubere Toilettenhäuschen und eine Süßwasserdusche!!! Nachdem wir einen Mitarbeiter vom Wasserwerk bei seinem Dominospiel getroffen haben wissen wir auch das es Trinkwasser ist und wir unseren Tank kostenlos damit auffüllen können. Überhaupt ist diese Insel sehr sauber und gepflegt und an jeder öffentlich Badestelle findet man Süßwasserdusche und Toilettenhäuschen. Man merkt doch stark den britischen Einfluss und deshalb wird hier auch auf der falschen Straßenseite gefahren. 🙂
Nach ein paar Tagen kannte uns jeder hier und überall wurden wir freundlich gegrüßt.
Natürlich sind die Cayman’s Insel in Sachen Lebensmittel etwas teurer. Alles muss eingeflogen werden oder kommt mit dem Frachter. Das Preis-Niveau liegt zwischen Bahamas und Amerika (1 Kg Joghurt 4,50€, frische Milch 1,5 Liter etwa 4,50€). Aber dafür zahlen wir nichts fürs Einklarieren, für die Mooringtonne oder für Frischwasser für unseren Tank.
Einen Tag lang haben wir mit Rik und Sanne einen Wagen für 30€ für die obligatorische Inselrundfahrt gemietet und haben so den Rest der Insel auch noch kennen und lieben gelernt.
Am Donnerstag, den 18.4. sagt uns der Wind das es weiter gehen muss, oder wir bleiben für unbestimmte Zeit hier. Was aber auch nicht so schlimm wäre. 🙂
Der nächste Bericht kommt dann aus Kuba…

wir besuchen eine Schildkröte in ihrem Zuhause

warum schaut der nur so böse?

wer schwimmt jetzt schneller?

und noch eine Schildkröte

in der guten alten Zeit habe ich noch Kuba beschützt…

intakte Unterwasserwelt

der Bursche war sehr anhänglich

Sanne und Rick machen mal eine Pause und unser Freund drängelt sich wieder ins Bild 🙂

einfach nur schön

und noch schöner

nach dem Tauchgang ist endloses Duschen angesagt, an Bord gibt es nur eine 1,5 Liter Ration Wasser 🙁

hier treffen sich am Abend die Einheimischen zum Domino spielen

ein echtes Insel Bräu für 1,15 € die Dose

beim Abtauchen bitte die Flagge aufstellen..

dieser Baum ist für den Schatten zuständig

die beiden Palmen bereichern das Foto am Strand

ich bin ein Brown Booby

Blick nach links

Blick nach unten

Blick nach rechts

Liebe Claudia, nur für Dich!!

die etwas rauere Südküste

Kunst aus Strandgut

Blasenhaus

das wichtigste Verkehrszeichen der Insel

dieser Iguana war fast einen Meter lang

der war nur 5 cm lang

eine der vielen Höhlen, sie werden im Falle eines Hurrikan von den Menschen als natürliche Schutzräume aufgesucht – wir haben nur ein paar Fledermäuse gesehen

Mangos so weit das Auge reicht, zweimal haben wir von den Einheimischen welche geschenkt bekommen 🙂

Zeit zum Schlafen gehen…

Tschüss Panama – Hallo San Andres, Kolumbien

06.03.2019 bis 23.03.2019

Alle Ausflüge die wir in Panama gemacht haben, starteten wir von der Linton Bay Marina. Es gibt eine gut funktionierenden Busverbindung in Richtung Colon. Die Busse sind alte ausrangierte Schulbusse aus Amerika, die bunt angemalt sind und auch recht abenteuerlich gefahren werden. Aber es machte Spaß zusammen mit den Locals unterwegs zu sein.

Die Marina war mit 19 US$ pro Tag inclusive Wasser recht preiswert und die Versorgung mit frischen Lebensmitteln war gut. Mehrmals täglich kommen Veggie Trucks mit ihrer frischen Ware zur Marina gefahren. Es gab eine kleine Restaurantbude mit Gerichten zwischen 5 und 6 US$ und das Bier zum abendlichen Seglertreffen kostete auch nur 0,66 US$ an der Tanke. An einem Samstag grillte ein Segler Hamburger und Hot Dogs und verkauft sie für 4 US$ inclusive eines Getränkes nach Wahl. Toll!!

Hier trafen wir Willi u. Magalin von der Vela Dare aus der Schweiz. Die beiden verfolgten unseren Blog schon sehr lange und freuten sich, dass sie uns endlich persönlich treffen konnten. Auch wir fanden es toll, zwei treue, vorher unbekannte, Blogleser zu treffen. Es war eine schöne Zeit und eine nette Seglergemeinschaft in der kleinen Marina.

Aber wie das bei Seglern so ist, irgendwann ziehen wir alle weiter und nicht alle Segeln  in die gleiche Richtung. Am Mittwoch, den 13.3. war für uns ein gutes Windfenster Richtung Norden zu der Insel San Andres. Vorher wurde noch für 0,85 US$ der Liter getankt. Wer weiß wo der Diesel wieder so günstig ist. Die Distanz bis San Andres ist 220 sm und wir rechneten aus, dass wir in knapp 2 Tagen unser Ziel erreichen solten. Alles lief nach Plan und wir konnten gut bei Amwind- bis Halbwindkurs segeln.
In San Andres angekommen, fiel unser Anker im Norden der Insel. Immigration und Zoll kam in die Marina, die wir mit unserem Dinghi anfahren durften. Wie das in Kolumbien so üblich ist, mussten wir wieder einen Agenten bezahlen. Dieser wollte insgesamt 80 US$ haben, aber dafür waren wieder in unserem geliebten Kolumbien. Das Festland ist 800 km entfernt  und eigentlich ist die Insel näher an Nicaragua, aber das ist eine andere Geschichte.

Isla San Andres ist die Urlaubsinsel der kolumbianischen Mittelschicht. Im El Centro herrscht der typische Trubel wie am Strand einer Mittelmeerinsel nur das die Frauen etwas hübscher sind. Es gibt jede Menge  Läden zum Shoppen, Kneipen. Eisdielen und da man hier Zollfrei einkaufen kann, unzählige Spirituosenläden.

Zusammen mit der Crew von der Incentive und der SISU gingen wir unserem Lieblingsunternehmen nach und erkunden die Insel mit einem der Localbusse. Die Inselrundfahrt kostet pro Person ca. 0,9 US$. Wir machten einen Stopp bei einem „Blow Hole“ im Süden der Insel und besuchten die Höhle von Captain Morgan (ein Touristennepp-nicht zu empfehlen). Anschließend trieb uns der Hunger in ein Restaurant. Auf dem Weg dorthin hielt ein Bus und wir fragten nach dem Weg. Er nahm uns kostenlos mit und lud uns dort aus wo auch die Busfahrer ihrer Pause machen. Toll – so was mögen wir. Das Essen war reichlich und preiswert. Gestärkt ging es weiter ins Zentrum der Insel zu „Big Pond“ einem naturbelassen Süßwassersee. Bei Süßwasser denkt der Segler natürlich direkt an einen tollen Badestopp. Das war diesmal aber auf keinen Fall zu empfehlen, denn dort schwammen Krokodile. Zum ersten Mal, das wir welche in freier Wildbahn gesehen haben. Weiter ging es ins Inselzentrum Richtung Norden zu einer Baptistenkirche die schon im 18. Jahrhundert von den Seglern als Landmarke genutzt wurde. Hier war der höchste Punkt der Insel mit 85 Meter. Immer wieder hatten wir schöne Aussichtspunkte zum Meer mit den am Riff brechenden Wellen. Zurück ging es wieder mit dem Bus in die kleine Hauptstadt und wir beendeten den Tag mit ein paar Bier. Insgesamt sind wir über 12 km gewandert und das bei einer Insel die nur 11 km lang ist und maximal 3 km breit.

Am Frühlingsanfang (21.3.) starteten wir morgens um 10 Uhr mit dem Dinghi zu einem Tauchspot im Norden der Insel. Es wurde ein sehr entspannter Tauchgang mit vielen Fischen rund um mehrere Korallenblöcke. Ralph hat wie immer die Sache vom Boot aus beobachten. Das Wasser ist hier glasklar und selbst Schnorchler haben hier Ihr Freude.

Am Wochenende (23./24.3.) verlassen wir nach fast 10 Tagen Aufenthalt diese nette Insel und segeln zur Isla Providencia, Kolumbien. Von dort melden wir uns dann wieder.

Recycling der anderen Art

Schatztruhe aus der Zeit als San Andres von Piraten als Unterschlupf heimgesucht wurde

Kunst in der Mitte von El Centro

Parkbank

Schildkröte an Land

Bustour mit Freunden

Moni und Terry suchen das Blowing Hole

…gefunden. Durch die Wellen welche auf die Küste treffen wird zuerst Luft durch die Öffnung gedrückt. Das klingt wie ein gewaltiges Grunzen. Danach schießt das Wasser bis zu 15 Meter hoch aus dem Loch.

wer will kann sich hier abkühlen

Pirat auf dem Weg zur Höhle von Käpten Morgen

Kantinenessen in der Bus Zentralhaltestelle

der Baum ist alt und groß

das Innere des Baumes ist hohl

wenn man den Stamm berührt werden heilende Kräfte übertragen 🙂

ich habe euch zum Fressen gern

Und wer hat hier von beiden die meiste Angst?

Terry streichelt schon mal seine neuen Schuhe 🙂

ich seh dich!

Und der arme muss sich blau färben um ein bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Mutter und Kind

Am Ende einer anstrengenden Inselerkundung wartet eine Erfrischung. 🙂                                                                                 P.S. Tauchbilder gibt es diesmal keine, Moni hatte den Finger vor der Linse… 🙁  🙁 🙁

 

 

 

 

 

 

Tintipan und Isla Fuerte

18.1.2019 bis 25.1.2019

Wir starteten bei wenig Wind zu der knapp 30 sm entfernte Isla Tintipan, die zu der Inselgruppe San Bernardo gehört. Unterwegs frischte der Wind noch auf und so wurde es ein schöner Segeltag. Im glasklaren Wasser fiel unser Anker in 5 Meter Wassertiefe. Auf der Insel haben sich ein paar reiche Kolumbianer sehr schicke Feriendomizile bauen lassen die meist leer stehen und nur von einem Hausmeister bewohnt werden. Toller Job!
Hier lässt es sich prima Schnorcheln, das Wasser ist 25 Grad warm und es gibt schöne bunte Korallen zu sehen. Das Gebiet um die Inselgruppen ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, deshalb ist es etwas verwunderlich das man inmitten der Korallen ankern darf. Gott sei Dank wird das Gebiet nicht von vielen Seglern angefahren sonst hat sich das mit den Korallen schnell erledigt. Also unbedingt beim Ankern darauf achten, das man einen hellen Sandflecken trifft. 🙂 Etwa 1sm entfernt liegt die Insel Santa Cruz del Islote. Sie wird in den einschlägigen Reiseführern als der dichtest besiedelte Ort der Erde genannt. Die Insel wurde mit Muscheln und Korallen künstlich erschaffen um der Sandfliegenplage auf Tintipan zu entkommen. Sie ist ca. 1 Hektar groß und es sollen in den 97 bunten Häusern 1.200 Menschen leben. Wir sind mit dem Dinghi mal hingefahren und können berichten, dass dort laut einheimischem Führer nur 600 Menschen leben. Diese leben in großer Armut mitten in ihrem eigenem Müll. Nicht schön und auch nicht unbedingt einen Besuch wert.

Apropos Dinghi: Seit dem 20.01.2019 haben wir einen neuen Außenborder. 9,8 PS, Zweitaktmotor und Ralph‘s Traum. Wir haben ihn von einem anderen Segler gebraucht kaufen können. Da unser alter Außenbordmotor in letzter Zeit ziemlich rumzickte, war das der richtige Moment für eine Trennung. Nachdem der Neue uns aber am ersten Tag gleich erst einmal im Stich gelassen hat wurde er mit Hilfe von unserem Segelfreund Terry zur Besinnung gebracht und nun können wir selbst zu zweit ohne Probleme durch das Ankerfeld GLEITEN.

Am 22.1.19 hieß es mal wieder Anker auf. Es ging weiter zu unsere vorerst letzte Insel in Kolumbien, Isla Fuerte. Wir konnten die 35 sm wunderschön mit achterlichem Wind segeln. Auf der Insel gibt es ein Hotel und zwei Hostels und sie ist unbedingt ein Besuch wert. Es gibt kleine, preiswerte Lokale, leckeres Bier und tolle Ausblicke aufs Meer die man in einer Hängematte liegend und einem Kaltgetränk in der Hand genießen kann. Man sollte unbedingt das Lokalgetränk „Limonada de Coco“ probieren. Geraspelte Kokosnuss mit frischen Limettensaft und Eis. Sehr lecker!

Eine Wanderung auf der Insel ist ebenfalls Empfehlenswert. Es gibt einen 600 Jahre alten imposanten „Kapokbaum“ und einen ebenso alten „Stinkbaum“ der aber nicht stinkt, mit einer riesigen Krone. In seinem hohlen Stamm leben Fledermäuse die man auch tagsüber piepen hört. Eine nette Einheimische erklärte uns den Baum und schenkte uns zum Schuss noch Mangos und Kokosnüsse. 🙂 Hier hätten wir es noch eine Weile aushalten können. Aber das Wetterfenster zu den San Blas Inseln war zu gut um es verstreichen zu lassen.
Also Tschüss Kolumbien, es hat uns sehr gut bei dir gefallen. Der Abschied fällt uns schwer, aber wir wollen Neues entdecken… Seit dem 26.1. durchsegeln wir die San Blas Inseln und wir können jetzt schon sagen, es ist wunderschön hier. Darüber mehr im nächsten Blog.

p.s. Auf Bilder müsst ihr leider noch etwas warten; das Internet ist auf den San Blas Inseln recht bescheiden…

hier nun die verspäteten Bilder

die am dichtesten besiedelte Insel…

Schön ist anders…

 

 

 

zurück werden wir erst einmal geschleppt, der neue Außenbordmotor hatte rumgezickt

Unser Rallye Mechaniker Terry bei der Arbeit

Der Rest der Gang nutzte die Gelegenheit zu einem Sundowner

Isla Fuerte

Strandbar

Das Motto der Bar

Hier konnten wir mit den Dinghies anlanden

Geparkt wurde in der Garage der Kneipe

Als Gegenleistung haben wir alle Fisch gegessen, sehr lecker und fangfrisch, hier geben wir gerade die Bestellung auf!

Ob es hier noch einen Goldschatz gibt?

Die Höhle stammt aus der Zeit von Käpt’n Morgen

wandernder Baum

Noch ein Zeitzeuge aus der Epoche von Käpt’n Morgen

Esel

Schweine auf Wanderung durch das Dorf

Taxi Ersatz

hier sind wir unserem nächsten Menü del Dia begegnet

Papagei mit Mango

Die Segelfreunde nutzen das Internet der Herberge

 

Santa Marta und Minca

21.12.2018 bis 03.01.2019

Am 17.12.18 gegen Mittag hieß es für uns Anker auf vor der Insel Aruba. Die vor uns liegenden ca. 280 sm segelten wir in 2 Etappen. Bei gutem Wind erreichten wir nach 146 sm, für die wir 25 Stunden brauchten, die Ankerbucht „Capo de la Vela“  und ließen den Anker zum ersten Mal in Kolumbien, Südamerika fallen. Eigentlich wollten wir mit dem Dinghi an Land aber der Wind war so stark das wir an Bord blieben und uns von der Nachtfahrt erholten. Gegen 15 Uhr erhielten wir Besuch von der Kolumbianischen Küstenwache. Da wir noch nicht einklariert waren, bekamen wir ein schlechtes Gewissen. Aber alles kein Problem. Sie wollten nur wissen ob alles in Ordnung ist, ob wir zur „Suzie Too Rallye“ gehörten, was unser nächstes Ziel ist und zum Schluss wollten sie noch eine Liste über die hier vor Anker liegenden Boote haben, die zur Rallye gehören. Das alles auf spanisch denn die Küstenwache sprach natürlich kein Englisch. Sie waren außerordentlich freundlich und sie waren extra zu unserem Schutz abkommandiert worden.
Am übernächsten Tag ging es wieder Anker auf für die restlichen ca. 140 sm. Wir starteten gegen halb 8 Uhr, denn das Cabo de la Aguja bei Santa Marta sollte Vormittags umrundet werden. Gegen Abend erreicht hier der Fallwind aus der Sierra Nevada de Santa Marta gern mal 45 Knoten. 🙁 Am 21.12. erreichten wir die Stadt und kurz vor der großen Hafenbucht begleiteten uns zur Begrüßung ein paar Delfine.
Am Steg wurden wir von einigen Booten unserer Gruppe empfangen. Alle Rallye-Teilnehmer erhielten eine Einladung der Marina zu einer Welcome Party mit Essen und Trinken. Toller Empfang. Einklarieren konnten wir am nächsten Tag ganz bequem in der Marina, sodass wir uns um nichts kümmern mussten.
Santa Marta ist eine quirlige Stadt mit kolumbianischen Preisniveau (also günstig für uns Europäer). Überall gab es wieder unseren geliebten „Jugo“ und Bier für umgerechnet 1,50 € in den umliegenden Kneipen. Wir sind fast nur auswärts Essen gegangen. Gute Qualität zu kleinen Preisen. Es gab eine nette Altstadt und Abends wurde die Kathedrale mit einer tollen Licht- und Musikshow angestrahlt. Die gesamte Stadt war natürlich für Weihnachten festlich geschmückt.
Zwischen Weihnachten und Neujahr unternahmen wir noch einen Ausflug in das Dorf Minca, was in der Sierra Nevada liegt. Mittlerweile ist es dort friedlich aber vor ein paar Jahren, fanden dort noch Gefechte mit der FARC und den Paramilitärs statt. Minca hat uns persönlich nicht so gut gefallen, was aber einfach daran liegt, dass wir schon so viel gesehen haben. Bemerkenswert war, dass die Kaffeeplantage La Victoria seit 3 Generationen unter deutscher Führung betrieben wird und seit 4 Jahren auch eine kleine Brauerei unter Bayrischer Leitung beherbergt. An einer kleinen, netten Erfrischungsstation am Wegesrand, von Auswanderer aus Berlin betrieben, kauften wir noch selbstgemachte Marmelade und tranken guten Kaffee.
Am Donnerstag, den 3.1.19 verließen wir die Marina, aber nicht ohne am Vortag noch eine Abschiedsparty mit Livemusik inklusive Essen und Trinken von der Marina spendiert zu bekommen.
Das nächste Ziel heißt Cartagena wo wir in der großen Bucht vor Anker liegen. Aber darin lest ihr mehr im nächsten Blog, auf den ihr diesmal bestimmt nicht so lange warten müsst.

 

p.s. Bilder gibt es nur von Minca, in Santa Marta haben wir dummerweise die Kamera meistens auf dem Boot vergessen…

Wanderung nach Minca, von der Küste an geht es stetig bergauf. wer will kann bis auf knapp 6000 Meter hinauf wandern

riesige Bambus Wälder säumen den Wegesrand

erste Stärkung in der Kaffee Farm bei Jugo und Schokokuchen

passend zur Jahreszeit; Weihnachtsstern in XXL

Kaffeesack

Micro Kaffee, im Besitz von Auswanderern aus Berlin

immer wieder schön

Sylvester wird gegrillt… 🙂

auf dem Weg nach Cartagena