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Isla Flores – Azoren

04.07.2019 bis 11.07.2019

Nachdem wir uns die ersten beiden Tage auf Flores erst einmal vernünftig ausgeruht hatten begannen wir am Wochenende mit ein paar Bootsarbeiten. Es war etwas Büro Kram zu erledigen, die Backskisten sehnten sich nach einer ordnenden Hand, die mora wurde mit reichlich Frischwasser entsalzen, das Motoröl wurde nachgefüllt, der Dieseltank inspiziert und dank der guten Waschmaschinen in der Marina konnten wir unsere gesammelte Wäsche erledigen.

Dann kam der Sonntag und damit auch eine Schlechtwetterfront mit viel Regen und Wind. Obwohl der Wind aus Südwest kam hat sich in der Bucht von Lajes eine anständige Welle durch die Atlantik-Dünung aufgebaut. Diese Welle läuft dann in die Marina und die Boote beginnen an den Leinen zu Zerren. Wir hatten die mora mit mehreren Vor- und Achterleinen, Springs und noch mehr Hilfsleinen quer durch zwei Boxen verspannt. 🙂 Trotzdem war das Geschaukel teilweise so heftig, dass wir uns nicht im Schiff bewegen konnten ohne uns ständig irgendwo festzuhalten. 🙁 Dabei hatten wir noch Glück, dass der Wind nicht auf Nordost gedreht hat. Dann wird die Marina geschlossen und die Segler müssen zu einer der nächsten Inseln weiterziehen. Bei solch einem Sturm ist vor zwei Jahren ein Teil der Hafenmauer abgebrochen. Das Stück liegt jetzt mitten in der Einfahrt als Untiefe. Auf der linken Seite der Marina war im letzten Jahr noch ein 50 Meter langer Steg an dem unsere Freunde von der Step by Step mit ihrem Katamaran gelegen haben. Dieser Steg musste sich im letzten Winter dem Wind aus Nord Ost ergeben. 🙂

Aber für uns war der Spuck mit den Wellen in der Nacht auf Montag vorbei und so konnten wir nun endlich beginnen die Insel zu erkunden. Wir sind mit dem Bus um 9 Uhr ab Lajes nach Santa Cruz das Flores in die Hauptstadt der Insel gefahren. Hier ist der Flughafen und es gibt einige Autovermieter. Wir hatten Glück und konnten noch für den gleichen Tag einen Wagen mieten. Der Preis war mit 48 € pro Tag angegeben. Da der Wagen nicht gewaschen war hat ihn uns die nette Dame der Autovermietung für 41 € überlassen. 🙂 So waren wir nun mobil und die Rundfahrt konnte beginnen. Zuerst führte uns die Straße über Cedros nach Ponta Delgada. Beides ganz kleine Dörfer und man ist schneller wieder aus dem Ort raus als man sich einmal umgedreht hat. Aber hier auf Flores sind die eigentlichen Schönheiten auch weniger in den Ortschaften, sondern vielmehr in der Landschaft zu finden. Auf den ersten 20 Kilometern sind schon fünf Miradouros (Aussichtspunkte) bei denen es einem beim Stopp gleich mal ein wenig den Atem verschlägt. Traumhafte Landschaft mit ganz viel Grün, viel Wald, endlos viele Weiden mit Kühen welche durch Hortensien Sträucher voneinander abgetrennt sind und im Hintergrund der Atlantik. Weiter ging die Fahrt zum nordwestlichsten Punkt Ponta do Albarmaz mit seinem Leuchtturm. Von hier kann man die kleine Nachbarinsel Corvo sehen. Wenn man den Blick nach Süden schwenkt fallen einem zuerst die bis zu 300 Meter hohen Klippen auf der Westseite der Insel auf. Von da gibt es einen Wanderweg über die Berge in das 14 km entfernte Faja Grande. Da wir ja das Auto dabei hatten konnten wir aber leider nicht spontan loswandern. 🙂 So ging es auf der Hauptstraße zurück bis zum Abzweig nach Caldeira Seca. Ab hier führt die Straße zuerst bergauf zum nächsten Miradouro und dann bergab zum Caldeira Seca. Caldeira bedeutet Kessel. So bedeutet Caldeira Seca gleich Trockener Kessel. Dann gibt es noch Caldeira Branca, Caldeira Negra, Caldeira Comprida und in einiger Entfernung Caldeira Rasa und Caldeira Funda. Allen Caldeiras gemeinsam ist, dass es sich bei ihnen um Krater handelt welche, inmitten herrlicher Landschaft verstreut, zum Wandern einladen. Also einfach das Auto rechts ranfahren, aussteigen und loswandern. Das haben wir dann auch getan und unsere verkümmerte Flachland Muskulatur wieder an die Berge gewöhnt. 🙁

Nun war es langsam Zeit die verbrauchten Kalorien wieder aufzufüllen und so haben wir einen Stopp in einem kleinen Restaurant in Fajazinna gemacht. Zweimal Suppe, Chefsalat, Toast und drei Getränke für 20 € mit Trinkgeld. So günstig waren wir seit Kuba nicht mehr Essen. 🙂 Frisch gestärkt ging es weiter nach Faja Grande und damit zur westlichsten Stadt Europas. Danach kommt nur noch Wasser und irgendwann Amerika.

Auf der Westseite der Insel kann man immer wieder zahlreiche Wasserfälle beobachten welche sich von gigantischen Felsvorsprüngen in die Tiefe ergießen. Zu einem besonders schönen führt ein kleiner Wanderweg und man kann in dem dortigen Natur Pool ein Bad in kühlendem Nass nehmen. Für uns eher keine Option. An das kalte Wasser müssen wir uns ganz langsam gewöhnen. 🙁

Am späten Nachmittag ging es dann für uns über Lajedo zurück nach Lajes. Auf dieser Strecke haben wir ein junges Paar aus Tschechien mit dem Auto mitgenommen. Sie sind anlässlich der Hochzeitsreise auf insgesamt 4 Azoren Inseln zum Wandern unterwegs. Die Busverbindungen auf Flores sind leider nicht so häufig. Meistens aber findet sich jemand, der einsame Tramper wieder zurück von einer Wanderung zur Unterkunft fährt.

In Lajes angekommen haben wir den Wagen gleich noch zum Einkaufen genutzt und Getränke für die nächsten Wochen zum Boot gefahren.

Am darauffolgenden Tag hatten wir das Auto noch bis Mittag zu unserer Verfügung. So haben wir am Morgen einen Versuch unternommen zum Caldeira Funda zu fahren. Die Straße geht bis auf über 650 Meter bergan. Leider hingen die Wolken aber so tief, dass wir nach wenigen Minuten durch eine Waschküche voller Nebel unterwegs waren. Selbst mit gutem Willen war in 50 Metern Entfernung nichts mehr zu erkennen. So konnten wir nur umdrehen und sind stattdessen an der Ostküste der Insel zurück nach Santa Cruz das Flores gefahren. Nach ein paar Foto Stopps an abermals beeindruckenden Miradouros waren wir pünktlich zurück am Flughafen. Die gesamte Strecke an den beiden Tagen waren gerade mal 150 Kilometer. Die Insel Flores ist recht beschaulich und zum Glück vom Massentourismus noch verschont geblieben. Aber für Wanderfreunde ein kleiner Geheimtipp. Wunderschöne Natur, gut beschilderte Wanderwege, eine tolle Vegetation und rings um die Insel jede Menge Wasser zum Abkühlen nach den anstrengenden Bergetappen. Ein bisschen wie Österreich im Meer. 🙂 🙂

Für uns geht die Zeit hier nun aber zu Ende. Am Freitag gibt es den passenden Wind aus Süd West um zur etwa 130 Seemeilen entfernten Insel Fajal nach Horta weiter zu Segeln. Da wartet mit dem Peter Cafe Sport eines der international bekanntesten Cafes auf uns und dann haben wir dort auch noch etwas Anzumalen. Mehr davon im nächsten Beitrag.

Bei unserer Ankunft waren die Berge wie so oft von Wolken verhangen

Willkommen in der westlichsten Gemeinde Europas

Die Kirche von Lajes mit Blick über die Bucht

aber die Jugend geht lieber im Hafen Schwimmen als in die Kirche

Hortensien so weit das Auge reicht

Steilküste im Nord Osten der Insel

Der Leuchtturm von Albamaz

das sollte doch als Bewerbungsfoto für die Stelle als Leuchtturm Wärterin durchgehen 🙂

glasklares Wasser

Blick auf Isla Maria Vaz

im Hintergrund ist die Insel Coro zu erkennen

Caldeira Seca – Trockener Kessel

Caldeira Comprida

Hinter der Absperrung werden die Bilder einfach so viel besser 🙁 🙁 🙁

Caldeira Negra – heute mehr Grün als Schwarz

die Miradouros sind alle bestens ausgebaut

Blick auf Fajazinna

nach einem Tag Regen gibt es ganz viele Wasserfälle

das Schwimmbad in Faja Grande – das westlichste Schwimmbad Europas 🙂

die Insel Monchique – der wirklich letzte Steinhaufen Europas in westliche Richtung

wer kommt den hier durch mein Dorf gefahren?

beeindruckender Wasserfall…

… mit dazugehörigem Natur Pool

früher wurden mit der Wasserkraft einige Wasserräder angetrieben

super ausgebaute Wanderwege überall auf der Insel

Blick auf die Westküste vom Ponta dos Bredos

die Steilküste im Osten

hier könnte auch ich mir ein Leben als Farmer vorstellen 🙂

willkommen am Miradour Arcos Ribera da Cruz

Wanderer mit Blumen

 

 

Angekommen auf den Azoren

 

Position: Hafenbecken in Lajes / Isla Flores

Am 04.07. um 8 Uhr Ortszeit sind wir glücklich, müde aber dennoch zufrieden im Hafen von Lajes auf der Insel Flores angekommen. Die gesamte Überfahrt hat damit unter Berücksichtigung der Zeitverschiebung 14 Tage und 17 Stunden gedauert. Die gesegelte Strecke die wir laut GPS von St. George’s bis hier zurückgelegt haben beträgt 1751 sm. Das macht einen Schnitt von 4,96 kn. Wahrscheinlich waren wir etwas schneller durch das Wasser unterwegs aber wir haben lange Zeit einen leichten Gegenstrom wahrgenommen. Insgesamt lief während der Überfahrt unsere Maschine für 74,4 Stunden wegen Flaute. Die letzten beiden Tage waren abgesehen von einer kleinen Störung am Motor nicht weiter aufregend. Irgendwann am Nachmittag von Tag 13 stoppte unser Diesel ohne ersichtlichen Grund. Ich habe daraufhin den Vorfilter überprüft, den Feinfilter erneuert, die Niederdruck und später die Hochdruck Seite entlüftet und dann lief er ohne murren für den Rest der Zeit…? Kurz nach unsere Ankunft haben wir uns beim Hafenmeister gemeldet, gefrühstückt und dann erst einmal ordentlich ausgeschlafen. Am Abend gab es das lange ersehnte Ankunftsbier und ein super Abendessen, nur um gleich danach noch einmal für 11 Stunden auszuschlafen.
Jetzt sind wir fit und munter und werden in den nächsten Tagen die Insel Flores erkunden. Der erste Eindruck ist schon mal sehr, sehr positiv!

Der westlichste Punkt Europas liegt voraus

Der kleine Hafen in Lajes, das 3. Boot von links oben ist unser mora, hier darf sie sich von den Strapazen der Atlantik Überfahrt erholen.

 

 

Madeira

Unsere Marina Quinta do Lorde auf Madeira ist ganz im Osten der Insel gelegen und an ein 5 Sterne Hotelressort angeschlossen. Wir dürfen alle Annehmlichkeiten der Anlage benutzen. So waren wir dann auch seit Beginn unserer Reise das erste Mal schwimmen. Ein Pool mit 23° Wassertemperatur macht es möglich. 🙂

Madeira ist unglaublich grün, voller bunter Blumen, unendlich viel Natur und Bananenstauden so weit das Auge reicht. Das mit dem vielen Grün sollte uns aber im Laufe unseres Aufenthaltes noch zu denken geben. Grüne Pflanzen kommen von reichlich Regen – und den erlebten wir fast jeden Tag. 🙁 Zum Glück ist dieser meistens recht warm und nach ein paar Minuten wieder vorbei.

An meinem Geburtstag fuhren wir mit dem Bus zur Inselhauptstadt Funchal. Das dortige Touristentreiben hat uns nicht so gut gefallen. 2 große Kreuzfahrtschiffe lagen im Hafen und die Stadt war voller Urlauber. Also mieteten wir uns für den nächsten Tag ein Auto um in den Norden der Insel zu fahren. Wir kamen uns vor als wären wir im Gebirge. Enge Schluchten, viele Wasserfälle, kleine kurvige Straßen und auf über 1.000 Meter Höhe wurde es auch wettermäßig recht frisch.

Das machte Lust auf eine Wanderung. Die Insel Madeira ist bekannt für ihre Levada Wandertouren. Die Levadas sind künstliche Wasserrinnen, die das viele Wasser aus den Bergen in die tiefer liegenden Plantagen und Gärten transportieren. Neben den kleinen Wassergräben gibt es mehr oder weniger gut ausgebaute Wanderwege. Also die Wanderschuhe angezogen und ab in die Berge. Es ist wie eine Wanderung durch verschiedene Jahreszeiten mit ständig neuen Ausblicken in die Natur.

Jeder der einmal hier her kommt sollte sein Hotel verlassen und mit dem Bus oder Leihwagen die Insel auf eigene Faust erkunden. Abseits der großen Touristenorte ist alles sehr beschaulich. Es gibt kleine Bars und Gemüseläden in denen auch die Einheimischen einkaufen. Hier erhält man frisches Obst und geschmackvolles Gemüse. An jeder Ecke kann man für kleines Geld einen Espresso oder ein Bier bestellen. Das Mittagessen kosten kaum mehr als 5 Euro. Nach dem ersten Tag in Funchal hätten wir nicht gedacht, das die Urlaubsinsel Madeira noch so ursprünglich ist.

Aber nun zieht es uns wieder weiter. Der Mittwoch verspricht einen ganz tollen Halbwindkurs nach Teneriffa und den dürfen wir uns nicht entgehen lassen. 🙂

grüne Wiesen

grüne Wiesen

Ruinen

Ruinen

ehemalige Bananenplantage

ehemalige Bananenplantage

Blick auf den Atlantik an der Nordküste Madeiras

Blick auf den Atlantik an der Nordküste Madeiras

kleine Bananenstauden ersetzen die alte Plantage

kleine Bananenstauden ersetzen die alte Plantage

Blick auf ein Bergdorf

Blick auf ein Bergdorf

immer wieder gibt es tiefe Einschnitte in den Bergen

immer wieder gibt es tiefe Einschnitte in den Bergen

eben noch auf Meeres Niveau - jetzt auf mehr als 1000 Meter Höhe

eben noch auf Meeres Niveau – jetzt auf mehr als 1000 Meter Höhe

die Gipfel verschwinden in den Wolken

die Gipfel verschwinden in den Wolken

karge Felsenküste im Osten der Insel

karge Felsenküste im Osten der Insel

hier weht ständig ein strammer Wind

hier weht ständig ein strammer Wind

vor der Wanderung am nächsten Tag stärken wir uns mit Salat

vor der Wanderung am nächsten Tag stärken wir uns mit Salat

und reichlich Fleisch

und reichlich Fleisch

Piranha, erst von allen Seiten kräftig und dann die dünnen Scheiben zart rose- so grillt man es auf brasilianische Art

Picanha, erst von allen Seiten kräftig und dann die dünnen Scheiben zart rosa- so grillt man es auf brasilianische Art

da bleibt nix übrig

da bleibt nix übrig

hier geht es zum Start unserer Wanderung

hier geht es zum Start unserer Wanderung

die Levada windet sich am Hang entlang

die Levada windet sich am Hang entlang

wir überqueren kleine Bachläufe

wir überqueren kleine Bachläufe…

bestaunen Wasserfälle

…bestaunen Wasserfälle

... und wundern uns über Gewächse die mitten am Fels ihr Zuhause gefunden haben

… und wundern uns über Gewächse die mitten am Fels ihr Zuhause gefunden haben

Zeit für eine Rast

Zeit für eine Rast

es kann auch mal feucht werden

es kann auch mal feucht werden

hier hat man dann besser eine Jacke dabei

hier hat man dann besser eine Jacke dabei

die Jungs suchen ihre Taschenlampen

die Jungs suchen ihre Taschenlampen

und dann geht es in einen 200 Meter langen Tunnel

und dann geht es in einen 200 Meter langen Tunnel

Wasserfall

Wasserfall

manchmal gibt es kein Geländer - dann sollte man besser schwindelfrei sein :-)

manchmal gibt es kein Geländer – dann sollte man besser schwindelfrei sein 🙂

die Plantagen in diesem Ort erhalten das Wasser von "unserer" Levada

die Plantagen in diesem Ort erhalten das Wasser von „unserer“ Levada

Natur pur

Natur pur

das Grün kommt vom vielen Regen in den Bergen

das Grün kommt vom vielen Regen in den Bergen

Gartenpflanze auf Madeira

Gartenpflanze auf Madeira

und auch das wächst im Garten

und auch das wächst im Garten

solch eine Staude wollte Ralph ernten- aber so viel kann doch keiner essen

solch eine Staude wollte Ralph ernten- aber so viel kann doch keiner essen

Madeira, zu recht auch die Blumeninsel genannt

Madeira, zu recht auch die Blumeninsel genannt

 

Goodbye alter Kontinent

Vorletzten Montag war es nun endlich soweit. Das Wetter für die nächsten 5 Tage versprach moderate Winde, eher etwas zu wenig, aber danach zog schon wieder ein Tief mit viel Wind aus Süden über unser Segelgebiet. Daher nichts wie los. Ab zur Tanke, dann Segel gesetzt und einen Kurs von 228° direkt nach Madeira angelegt. Für eine unbestimmte Zeit verlassen wir nun das europäische Festland.

Nach der langen Zeit im ruhigen Hafen von Cascais mussten uns erst wieder Seebeine wachsen. Die Welle war recht ruppig und wir lagen ganz schön auf der Backe (d.h. reichlich Schräglage) An Kochen und Essen war nicht zu denken. Ich wurde seekrank und selbst Ralph, den sonst nichts erschüttern kann, musste sich kurz übergeben. Nach 2 Tagen Eingewöhnung weckte ich Ralph mit der Bratpfanne in der Hand und fragte ob er Hunger nach Spiegeleiern hätte. Es ging uns also wieder gut und zudem waren all die vorbereiteten Frikadellen auf seltsame Art und Weise verschwunden. 🙁 Die weitere Fahrt verlief ruhig. Nachts mussten wir Mangels Wind motoren, jedoch tagsüber konnten wir die meiste Zeit schön segeln.

Wir bewegten uns mittlerweile auf der Höhe von Afrika und so wurden sogar die Nächte immer wärmer. Es gab was Leckeres zu essen und wir achteten darauf dass wir auch genug tranken. Am 4. Tag sahen wir Land. Es war die Insel Porto Santo. Sie liegt knapp 30 Seemeilen vor Madeira und verfügt über einen kleinen Hafen. Wir stoppten für eine Nacht um ausgiebig zu duschen und uns ohne Wachplan auszuschlafen.

Am nächsten Tag starteten wir mit der SVEA die verbleibende Strecke Richtung Madeira. Und wie das so ist, wenn zwei Boote zusammen segeln…. daraus wird immer eine Regatta. Christian und Frauke sind auch zwei alte Regattahasen und so ging das Race los. Sieger gab es leider keinen. Der Wind hat uns 5 Meilen vor dem Ziel verlassen. 🙂

Am frühen Abend legten wir in der Marina Quinta do Lorde im Nordosten der Insel an und freuten uns auf unser Anlegebier. Jetzt galt es wieder sich um gutes Internet zu kümmern, nach den Busverbindungen zu fragen, die Funktionsweise der Waschmaschine zu ergründen und natürlich sich über Madeira schlau zu machen. Mehr davon dann im nächsten Bericht.

Abendstimmung auf See

Abendstimmung auf See

unter Vollmond durch die Nacht

unter Vollmond durch die Nacht

Tag 3: der Hunger ist zurück und es gibt für den Käpten mal was Anderes als Frikadellen

Tag 3: der Hunger ist zurück und es gibt für den Käpten mal was Anderes als Frikadellen

so macht Segeln Spass

so macht Segeln Spass

dunkelblau und mehr als 4000 Meter tief - was für ein toller Anblick!

dunkelblau und mehr als 4000 Meter tief – was für ein toller Anblick!

da hat der Junge Spass!

da hat der Junge Spass!

auf den letzten Meilen hatten wir bis zu 30 kn Wind

auf den letzten Meilen hatten wir bis zu 30 kn Wind

da wird es auch schon mal was nass

da wird es auch schon mal was nass

Madeira erreicht

Madeira erreicht

sicher vertäut im Hafen der 5 Sterne Hotelanlage von Quinta do Lorde

sicher vertäut im Hafen der 5 Sterne Hotelanlage von Quinta do Lorde

Cascais – Lissabon – Belem

Eigentlich wollten wir in Cascais nur einen Tag bleiben um dann in den preisgünstigeren Hafen nach Oeiras zu segeln. Aber es gefällt uns in der Stadt so gut und daher sind wir nun schon seit 2 Wochen hier. Die Gassen um die Marina sind mit Mosaiksteinen gepflastert und es lockt ein riesiger Park mit freilaufenden Hühnern und Pfauen zum Besuch. Des Weiteren gibt es saubere Stadtstrände, überall große Palmen, noble Hotelanlagen und gute Versorgungsmöglichkeiten. Man merkt deutlich das Cascais eine Sonderstellung einnimmt. So etwa wie das Sylt von Portugal.

Ralph hat einen guten gebrauchten Außenborder für unser Schlauchboot gefunden und drehte mit einem breiten Grinsen fast täglich eine Runde durchs Hafenbecken mit seinem neuen Spielzeug.

Von Cascais starteten wir unseren Ausflug nach Lissabon mit der Bahn. Eine Fahrkarte Hin und Zurück kostet pro Person nur 4,80 €. Lissabon ist auf jeden Fall eine Reise wert. Viele der Häuser sind mit Mosaiken verkleidet, viele alte Gebäude, große Plätze, wunderbare Aussichten. Durch Zufall erfuhren wir von einer Regatta der Extrem Sailing Series in der Bucht von Lissabon. Also sind wir am Sonntag nach Belem – ein Vorort von Lissabon- gefahren und haben nicht nur das Regattageschehen hautnah erleben können sondern genossen noch die Spezialität der Stadt; „Pasteis de Belem“ kleine Pasteten mit Eiersahneschaum.

Die Tage hier vergehen wie im Fluge und der ein oder andere denkt wahrscheinlich schon, dass wir unser Winterlager in Portugal aufschlagen. 🙂 Aber die karibischen Hurrikans bereiteten uns einen Strich durch unseren Törnplan. Sie beeinflussen das Wettergeschehen auf dem Nordatlantik. Es ist zur Zeit einfach zu viel Wind aus südwestlicher Richtung 🙁 So warten wir weiter auf ein passendes Wetterfenster. Zum Glück drängen uns keine Termine. Hier ist es warm, sonnig und Cascais ist eine wunderschöne Stadt. Was wollen wir mehr. Wir vertreiben uns die Zeit mit kleineren Projekten am Schiff, schauen bei den Seglern der TP52 Super Series vorbei oder leihen uns Fahrräder und erkunden die Gegend. Als nächstes steht noch ein Besuch in Sintra an und dann hoffen wir mal wieder auf passenden Wind in der nächsten Woche um den Absprung nach Madeira zu schaffen.

gepflasterter Marktplatz - dieses Muster findet man ganz oft in der Stadt

gepflasterter Marktplatz – dieses Muster findet man ganz oft in der Stadt

Eingang zum Park

Eingang zum Park von Cascais

freilaufende Hühner

freilaufende Hühner

ein stolzer Hahn- eine Symbolfigur in Portugal

ein stolzer Hahn- eine Symbolfigur in Portugal

Lichtspiele im Park

Lichtspiele im Park

Moni im Grünen

Moni im Grünen

immer wieder Palmen

immer wieder Palmen…

in allen Größen

…in allen Größen

Bewohner einer Palme

Bewohner einer Palme

die Rückseite des einstigen Herrenhauses

die Rückseite des einstigen Herrenhauses

ein sehr ernstes Thema

ein sehr ernstes Thema

Die Erde - nachgestaltet aus angeschwemmten Plastikmüll aus dem Atlantik

Die Erde – nachgestaltet aus angeschwemmten Plastikmüll aus dem Atlantik

Hotelanlagen in Cascais

Hotelanlagen in Cascais

eine Hotelempfehlung für den gehobenen Anspruch

eine Hotelempfehlung für den gehobenen Anspruch

Ralph mit unserem neuem Außenborder

Ralph mit unserem neuem Außenborder

Praça do Comércio in Lissabon, neu gestaltet nach dem Erdbeben von 1755

Praça do Comércio in Lissabon, neu gestaltet nach dem Erdbeben von 1755

Joseph I. von Portugal

Joseph I. von Portugal

Arno da Rua Augusta- der Eingang zur Innenstadt

Arno da Rua Augusta- der Eingang zur Innenstadt

mehr Balkon als Haus

mehr Balkon als Haus

Waschtag

Waschtag

Teatro Romano, ein altes römisches Theater welches bei Ausgrabungen in der Stadt entdeckt wurde

Teatro Romano, ein altes römisches Theater welches bei Ausgrabungen in der Stadt entdeckt wurde

Strassenbahn

Strassenbahn

in allen Farben

in allen Farben

und selbst für Hanglagen geeignet

und selbst für Hanglagen geeignet

Mittagszeit

Mittagszeit

Sardinen für die Damen

Sardinen für die Damen

roast beef de picanha für die Herren

roast beef de picanha für die Herren

Fanshop von Benfica Lissabon

Fanshop von Benfica Lissabon

die Reisegruppe macht Pause

die Reisegruppe macht Pause

Rettet die Erde!

Rettet die Erde!

Blätterteig wird in Handarbeit

Blätterteig wird in Handarbeit

ganz akkurat in Förmchen gefüllt

ganz akkurat in Förmchen gefüllt

und zu Pastells de Nata gebacken- LECKER!!!

und zu Pastells de Nata gebacken- LECKER!!!

Springbrunnen vor dem Mosteiro dos Jerónimos

Springbrunnen vor dem Mosteiro dos Jerónimos

das Mosteiro dos Jerónimo - auch Hieronymuskloster genannt wurde nach der Rückkehr von Vasco da Gama von seiner ersten Indienreise gebaut

das Mosteiro dos Jerónimo – auch Hieronymuskloster genannt wurde nach der Rückkehr von Vasco da Gama von seiner ersten Indienreise gebaut

es hat eine beeindruckende Ausstattung

es hat eine beeindruckende Ausstattung

und beherbergt den Sarkophag

und beherbergt den Sarkophag

von Vasco da Gama, Das Kloster überstand mit dem Torre de Belem als eines der wenigen Gebäude das große Erdbeben von 1755

von Vasco da Gama, Das Kloster überstand mit dem Torre de Belem als eines der wenigen Gebäude das große Erdbeben von 1755

ein Mosaik mit den besetzten Gebieten zu den Glanzzeiten der Portugiesischen Seefahrt

ein Mosaik mit den besetzten Gebieten zu den Glanzzeiten der Portugiesischen Seefahrt

Blick auf das Kloster bei Nacht

Blick auf das Kloster bei Nacht

Palmen am Ufer des Tajo

Palmen am Ufer des Tajo

in Belem nennt man die Pastells de Nata nun Pastells de Belem, hergestellt nach einem geheimen Rezept der alten Mönche aus dem Kloster

in Belem nennt man die Pasteis de Nata nun Pasteis de Belem, hergestellt nach einem geheimen Rezept der alten Mönche aus dem Kloster

sie sind schon lecker! und auch noch so toll verpackt

sie sind schon lecker! und auch noch so toll verpackt

der Torre de Belem

der Torre de Belem

mal etwas für die regattabegeisterten Blogleser

mal etwas für die regattabegeisterten Blogleser

die Extrem Sailing Serie macht Station in Portugal

die Extrem Sailing Serie macht Station in Portugal

namhafte Sponsoren

namhafte Sponsoren

die einzigen europäischen Sieger im Americas Cup seit über 150 Jahren

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geben sich ein Stelldichein

geben sich ein Stelldichein

um ihr Können zu messen

um ihr Können zu messen

die Geschwindigkeiten beim Fohlen sind mehr als beeindruckend, und an der Startlinie ist auch nicht wirklich viel Platz

die Geschwindigkeiten beim Foilen sind mehr als beeindruckend, und an der Startlinie ist auch nicht wirklich viel Platz

aber man kann auch gemütlich auf dem Wasser reisen :-)

aber man kann auch gemütlich auf dem Wasser reisen 🙂

Büroarbeit - Bilder für den Blog zusammenstellen

Büroarbeit – Bilder für den Blog zusammenstellen

Schweizer Apfelfähe, in 35 min gebacken und in 5 min gegessen

Schweizer Apfelwähe, in 35 min gebacken und in 5 min gegessen

die Schiffe der TP 52 Serie im Hafen von Cascais

die Schiffe der TP 52 Serie im Hafen von Cascais

eine Menge Leute am Steg

eine Menge Leute am Steg

Quantum, der Sieger der Serie im Jahr 2016

Quantum, der Sieger der Serie im Jahr 2016

das Schiff von Niklas Zennström, einem der Entwickler der Skype Telefon Software

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die Spielzeuge der Millionäre sind in den feinsten Yachtklubs der Welt gemeldet

die Spielzeuge der Millionäre sind in den feinsten Yachtklubs der Welt gemeldet

das deutsche Schiff Platoon

das deutsche Schiff Platoon

und zu jeder Regattayacht gehört noch ein Begleitboot in beachtlicher Größe

und zu jeder Regattayacht gehört noch ein Begleitboot in beachtlicher Größe

für Ralph wäre schon die Werkstatt im Container ein Traum

für Ralph wäre schon die Werkstatt im Container ein Traum

was könnte man hier an Edelstahl Schrauben für unsere mora finden...

was könnte man hier an Edelstahl Schrauben für unsere mora finden…

ganz der Gegensatz, ein Traum in Holz

ganz der Gegensatz, ein Traum in Holz

aus dem Jahr 1927

aus dem Jahr 1927

Radler am Meer

Radler am Meer

unterspülte Steilküste

unterspülte Steilküste

in das Schwimmbecken schwappt bei Flut das Meerwasser

in das Schwimmbecken schwappt bei Flut das Meerwasser

einsamer Badestrand in der Nähe des Cabo de Roca

einsamer Badestrand in der Nähe des Cabo de Roca