Bogotá

Am Montag erreichen wir nach knapp 2 Stunden Flug die Hauptstadt von Kolumbien. Schon im Anflug war zu erkennen, dass die Stadt etwas größer ist als das was wir in den letzten Monaten gesehen hatten. Gut 8 Millionen Einwohner müssen ja auch irgendwo wohnen. Und dann gab es noch eine Umstellung für uns. Bewegten wir uns in den vergangenen 2 Jahren in einer Höhe von +/- 1 Meter über dem Meeresspiegel so liegt Bogotá 2640 Meter über Null. Das ist schon eine andere Klimazone. Temperaturen tagsüber von 16 Grad und nachts von 8 Grad erfreuten nur 50 % unserer Reisegruppe. Zuerst sind wir vom Flughafen zum Hotel mit einem Taxi gefahren. Bei dieser Fahrt gingen die Temperaturen gleich wieder in den oberen Grenzbereich. So ziemlich alle Taxifahrer der Stadt haben irgendwie Benzin im Blut oder eine ferne Verwandtschaft mir einem Rennfahrer. Aber auch dieses Abenteuer ging irgendwann zu Ende und war mit gerade mal 7 Euro für eine halbe Stunde Fahrtzeit ganz in Ordnung.

Mit dem Hotel Nico Apartasuites hatten wir eine gute Wahl getroffen. Es liegt im Finanzviertel der Stadt und diese Gegend gilt auch nach Anbruch der Dämmerung noch als recht sicher. Nach 2 Tagen können wir das auch so beständigen. Wir fühlten uns niemals unsicher. Gleich am ersten Tag unternahmen wir noch eine kurze Runde durch die nähere Umgebung und besorgten uns die allzeit notwendige SIM Karte sowie ein paar Kleinigkeiten für den Kühlschrank.

Tag 2 in der Metropole führte uns nach einem gutem Frühstück zuerst zum Busterminal. Das Terminal hat die Ausmaße eines Flughafens und es gibt Verbindungen durchs ganze Land. Wir buchten hier unsere Tickets für die weitere Fahrt nach Armenia. Für 18 Euro p. Person dürfen wir 9 Stunden Busfahrt mit Liegesitzen genießen. Ob das ganze ein Genuss wird erfahrt ihr dann im nächsten Beitrag. Weiter zu Bogotá. Eigentlich wollten wir in die Altstadt zum Plaza de Bolivar. Dummerweise war am Dienstag hier ein Feiertag. Der Tag der Befreiung wurde dieses Jahr genutzt um den Präsidenten für die nächste Amtszeit zu vereidigen und so war der Platz für die Öffentlichkeit gesperrt. Dumm gelaufen! Aber die nette Dame aus der Tourismus Information hat uns vorgeschlagen doch anstatt zum Plaza in den Park de Bolivar zu gehen. Gute Idee. Diese hatten gefühlt noch 100000 andere an dem Tag. Dort war ein riesiges Volksfest. Fressbuden und fliegende Händler ohne Ende und dazwischen tausende von Menschen mit Drachen aller Art. Für zwei Stunden ganz nett aber dann wurde es uns zu viel, es begann zu Regnen und wir sind wieder zum Hotel gefahren. An so viele Menschen müssen wir uns erst einmal wieder gewöhnen. Abends waren wir noch schön Essen und dann wurde Augenpflege betrieben.

Heute Morgen sind wir zuerst mit dem Taxi zur Talstation des Cerro de Monserrate gefahren. Dies ist einer der Hausberge von Bogotá. 3152 Meter hoch und entweder zu Fuß oder mit Seil- bzw. Kabelbahn zu erreichen. Wir entschieden uns für den bequemen Weg mit der Kabelbahn. Für eine Wanderung in diesen Höhen müssen wir uns wohl erst noch ein paar Tage akklimatisieren. Oben angekommen wird man mit einer gigantischen Aussicht über die Stadt belohnt. Hier kann man sich erst einmal so richtig die Ausmaße von Bogotá vor Augen führen. Zu unserem Glück schaute auch immer mal wieder die Sonne raus und so war es nicht ganz so kalt. Auf dem Berg gibt es auch noch eine kleine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert mit einem Jesus Schrein aus der gleichen Zeit. Zu Ostern sollen sich an die 25000 Einwohner der Stadt zu Fuß auf den Weg zur Bergspitze begeben. Das erklärt dann auch die große Anzahl von Ständen mit allerlei Essbarem sowie die Souvenirladen.

Nachdem wir dann lang genug auf dem Berg waren sind wir wieder mit der Seilbahn ins Tal und von dort mit dem Taxi zum Plaza de Bolivar gefahren. Dieser liegt im Historischen Zentrum der Stadt. Im Stadtteil La Candelaria. Rings um den Platz sind in historischen Gebäuden unter anderem das Rathaus, der Justizpalast, die Catedrale Primada de Columbia und das Parlament beheimatet. In der weiteren Umgebung sind dann endlos viele kleine und große historische Häuser in bunten Farben, durchzogen mit winzigen Gassen und einem pulsierendem Leben. Hier sitzen wir jetzt, haben gleich den 3. Kaffee getrunken und werden dann noch etwas zu Abend essen bevor um 20:30 Uhrunser Bus startet.

Soviel zu unseren Erlebnissen in Bogotá. Vielleicht noch ein paar Informationen am Rande. Das gängige Transportmittel für Touristen ist das Taxi. Eine Fahrt in der Stadt kostet selten mehr als 4 Euro, einen Milchkaffee gibt es für 1 Euro, ein Sandwich kostet etwa 1,50 Euro und das Tagesmenü im einfachen Restaurant ist für um die 3 Euro zu haben. Die Menschen waren durchweg freundlich und haben uns auch mit Händen und Füßen weitergeholfen wenn unser Spanisch noch die ein oder andere Lücke aufweist. Die Stadt ist unheimlich vielfältig, bunt aber auch ganz schön voller Trubel. Wir genießen in den nächsten Tagen dann mal wieder ein bisschen die Ruhe der Natur. Von Armenia geht es am Morgen weiter nach Salento in die Kaffe Zone. Es folgen noch ein paar Impressionen der letzten 2 Tage.







Ein Gedanke zu „Bogotá

  1. 2 Rad Vagabund

    Hallo ihr zwei,
    die jetzt auf den Trockenen unterwegs sind 🙂 .
    Ist doch auch ganz nett nicht immer alleine zu sein. Aber 8000000 Menschen sind dann doch etwas zu viel.
    Verlauft euch nicht und habt viel spass auf den Land.

    Gruß euer
    2 Rad Vagabund

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