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Santa Cruz de Tenerife

Die Marina von Santa Cruz ist nicht die schönste auf unserer bisherigen Reise aber sie ist für uns der beste Ort um unser Schiff für die Atlantiküberquerung vorzubereiten und uns zu verproviantieren. Es gibt viele Schiffsausrüster in der Nähe und riesige Supermärkte in denen es aber auch Alles gibt und die sogar bis zum Bootssteg liefern. Hier finden sich viele Schiffe die noch in diesem Winter in die Karibik wollen wieder, es gibt einige Dauerlieger und die Hängengebliebenen die aus irgendwelchen Gründen hier gestrandet sind. Man erkennt sie an ihren ungepflegten Booten und wie sie den Steg für ihre Sachen vereinnahmen. Und hier gibt es sehr viele Franzosen. Diese wollen nur unter ihresgleichen sein und sprechen alles und jeden auf Französisch an. Wenn man sie mit hola begrüßt denken sie die Welt geht unter. 🙂 Aber wir können noch mehr Sprachen! Ein gepflegtes Moin Moin ruft regelmäßig das blanke Entsetzten bei den Nachfahren von Napoleon hervor.

Santa Cruz, die Hauptstadt der Insel, hat ihren eigenen Charme. Sie ist keine typische Touristenstadt. In den Bars wird überwiegend spanisch gesprochen und es gibt nicht selbstverständlich eine deutsche Speisekarte. Die Bier- und Kaffeepreise sind moderat und die Tapas erhält man ab 1,50 €. Hier fühlt man sich nicht abgezockt. Eine kleine Ausnahme gibt es rund um den Plaza de España. In die Gegend dringen regelmäßig die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe vor. Wenn bis zu 4 dieser schwimmenden All Inklusiv Hotels im Hafen liegen wimmelt es nur so von weißen Tennissocken. Zum Glück gibt es gegen 18:00 Uhr auf den Schiffen was zu Essen und die Stadt gehört wieder den Einheimischen.

Seit dem 1. Advent erstrahlen die Straßenzüge und Plätze in Santa Cruz in einer bunt-kitschigen Weihnachtsbeleuchtung. Ab ca. 18:30 Uhr ist es hier dunkel und jeder Straßenzug funkelt in einer anderen bunten Farbenpracht, jeder Platz hat bunte Lichterketten oder Kugeln in den Palmen oder Olivenbäumen hängen. Man schlendert die Gassen entlang und staunt über die Vielfalt der Darstellungen. Statt Glühwein trinken wir halt Bier oder Wein und eigentlich vermissen wir den deutschen Weihnachtsmarkt nicht. In der Zeitung steht, dass 50.000 Weihnachtssterne in den städtischen Beeten gepflanzt wurden. Ich habe sie zwar nicht gezählt aber es sind tatsächlich unglaublich viele.

Teneriffa hat ein geniales Busticketsystem (Bonobus) in Form einer Prepaidkarte. Man kauft für 15,- € oder 25,- € ein Busticket und fährt dann zu verbilligten Preisen bis das Ticket leer ist. Die ganze Insel kann man so günstig mit dem Bus erkunden. Die Busse fahren „spanisch“ pünktlich und sind alle durchweg sauber. Auf diese Art haben wir schon so einige Ausflüge gemacht und etwas für unsere Bildung getan.

Morgen werden wir den 2. Advent mit Original Dresdner Stollen von Emil Reimann feiern. Im Gegensatz zu Euch, liebe Leser, tun wir das in kurzer Hose im Freien bei 25 ° Celsius. 🙂

Aufgang zu den oberen Rängen des Auditoriums

Aufgang zu den oberen Rängen des Auditoriums

Innenansicht des Auditoriums

Innenansicht des Auditoriums

Foto vom Start der Jimmy Cornell Regatta nach Barbados

Foto vom Start der Jimmy Cornell Regatta nach Barbados

der Teide in der Ferne

der Teide in der Ferne

Weihnachtsbeleuchtung 1

Weihnachtsbeleuchtung 1

Weihnachtsbeleuchtung 2

Weihnachtsbeleuchtung 2

Weihnachtsbeleuchtung 3

Weihnachtsbeleuchtung 3

Weihnachtsbeleuchtung 4

Weihnachtsbeleuchtung 4

Weihnachtsbeleuchtung 5

Weihnachtsbeleuchtung 5

Weihnachtsbeleuchtung 6

Weihnachtsbeleuchtung 6

Weihnachtsbeleuchtung 7

Weihnachtsbeleuchtung 7

Weihnachtsbeleuchtung 8

Weihnachtsbeleuchtung 8

Weihnachtsbeleuchtung 9

Weihnachtsbeleuchtung 9

nur ein paar der 50.000 Weihnachtssterne

nur ein paar der 50.000 Weihnachtssterne

die Post von Santa Cruz bei Nacht

die Post von Santa Cruz bei Nacht

Innenhof in der Altstadt von La Laguna

Innenhof in der Altstadt von La Laguna, eines unserer Ausflugsziele der letzten Woche

und noch ein sehr schön gestalteter Innenhof

und noch ein sehr schön gestalteter Innenhof

Claudia’s Woche auf der mora

Gastbeitrag von Claudia L.

Aus dem kalten Deutschland gestartet ( -1° Grad) komme ich Samstag nachmittag bei ca. 25° Grad auf Teneriffa an und werde fröhlich von Moni am Flughafen abgeholt. Nach einer entspannten Busfahrt von ca. 1 Stunde und pausenlosem Austausch von Neuigkeiten kommen wir am Hafen an und sofort sticht mir die mora ins Auge ! Auch wenn ich nicht mit gesegelt bin, so habe ich doch den wohlverdienten Anlegeschluck bekommen – lecker 🙂

Der erste Abend an Bord war einfach nur schön! Eine laue Sommernacht im November!

Und dann hab ich den neuen Alltag der beiden kennenlernt! mañana mañana! Alles mit der Ruhe – das ist für mich schon echt eine Umstellung, aber nun gut, ich habe es ja nicht anders gewollt und versuche mich anzupassen – es gelingt mir zwar nicht immer, aber der Wille ist da! Also zurück zum Alltag: Erstmal ausschlafen – für mich war die Nacht gegen 8.30h zu Ende und dann hab ich aber auch langsam die beiden gehört…aufstehen war angesagt…duschen in der Marina und Brötchen holen in der Bäckerei…Kaffee kochen, Tisch decken und schwups ist es fast 10 Uhr! Nach dem Frühstücken dann klar Schiff machen und auf zu neuen Taten, aber mittlerweile ist es 11/11.30h!

Es lagen Kreuzfahrtschiffe im Hafen (Queen Elisabeth II.), die bewundert werden wollten, aber auch die anderen Segelschiffe waren toll! Danach unternahmen wir einen Stadtbummel. Aber da es Sonntag war, hatten auch hier nicht alle Geschäfte offen – was für ein Glück, denn das schont den Geldbeutel!

Die ersten Tage war das Wetter etwas durchwachsen und es regnete immer mal wieder, aber es war warmer Regen!

Dann lernte ich die Crew der svea kennen (Frauke und Christian) und stellte im Laufe der Woche fest, dass Moni & Ralph mit den beiden echt nette Segler aus der Schweiz kennengelernt haben! Weitere nette Segler der Buna Luna (Franziska + Philip – auch aus der Schweiz) liegen am gleichen Steg und alle haben das gleiche Ziel: Barbados! Hier kommt bei mir dann doch der Neidfaktor hoch! 🙁

Aber Teneriffa hat noch mehr zu bieten und somit haben wir eine Wanderung in Angriff genommen und sind gute 2 Stunde durch das Anaga Gebirge gelaufen. Dann fuhr uns der Bus vor der Nase weg und wir mussten geschlagene 3 Stunden auf den nächsten warten und die einzige Kneipe in El Batan hat ausgerechnet an dem Tag Ruhetag! Es wurde dann doch recht frisch und wir sehnten den Bus herbei! Von dort fuhren wir dann noch ca. 45 Minuten und liefen 10 Minuten zu Fuß bis wir endlich wieder am Schiff ankamen – ich sehnte mir nun auch eigentlich einen Glühwein herbei, aber ein Glas Weißwein war auch okay 🙂 Aber am nächsten Tag hat mich ein Muskelkater ereilt, der seinem Namen alle Ehre macht!

Nun erkundeten Moni und ich die Insel ein wenig mit dem Bus und wir fuhren nach Punta del Hildalgo und Puerto del la Cruz – dort gibt es sehr schöne Gassen und kleine Läden -> natürlich auch um den gemeinen Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen!

Wenn man nun aber so lange unterwegs ist, gibt es auch – leider – immer erst recht spät etwas zu essen 🙁 Aber kochen auf der mora ist auch spannend, denn man hat ja nur 2 Kochplatten und einen Backofen zur Verfügung, aber hierin sind die beiden echt erprobt und es gibt immer abwechslungsreiche Kost! Mal gibt es einen Gemüseauflauf oder Gemüsepfanne, dann gibt es Salat (aber wegen mir werden Tomaten und Gurken natürlich getrennt) oder einfach „nur“ Nudeln mit Pesto!

Aber andere wichtigen Themen sind auch die Beschaffung von Vorräten – sei es Lebensmittel oder wichtiges Schiffszubehör! Alles muss zu Fuß herbei geschafft werden! Der nächste Supermarkt ist zwar nur ca. 5 Minuten entfernt, aber bei weitem nicht so gut sortiert, wie der, der ca. 20 Minuten entfernt ist – hier ist also echtes Organisationstalent gefragt, denn was nicht benötigt wird, wird nicht zwingend heute gekauft!

Ich wünsche Euch jedenfalls weiterhin gutes Gelingen bei eurer Weltumsegelung und macht einfach so weiter – vielleicht ergibt es sich ja, dass ich euch irgendwann wieder besuchen kann 🙂

Blick auf den Palmengarten

Blick auf den Palmengarten

Pause nach dem ersten Stadtbummel

Pause nach dem ersten Stadtbummel

unser Wegweiser durch das Anaga Gebirge

unser Wegweiser durch das Anaga Gebirge

gut gelaunt am Anfang des Weges

gut gelaunt am Anfang des Weges

es gibt viele Terrassenfelder entlang des Weges

es gibt viele Terrassenfelder entlang des Weges

Moni ist glücklich

Moni ist glücklich

und auch Claudia strahlt noch

und auch Claudia strahlt noch

El Baten - ein Dorf im Nirgendwo

El Baten – ein Dorf im Nirgendwo

Zeit für eine Pause

Zeit für eine Pause

die Mandarinen waren zu weit entfernt

die Mandarinen waren zu weit entfernt

so gab es einen Auflauf zum Abendessen

so gab es einen Auflauf zum Abendessen

 

Auf nach Teneriffa

Nachdem wir insgesamt 44 Tage in portugiesischen Gewässern unterwegs waren starteten wir am 02.11. zu unserem letzten Törn für das Jahr 2016. Wir setzten gegen 10:00 Uhr auf Madeira die Segel mit dem Ziel Santa Cruz de Tenerife. Die Distanz beträgt 260 Seemeilen und wir planten gute 2 Tage für die Überfahrt ein. Anfangs hatten wir zwischen 15 und 20 Knoten (ca. 35 km/h) Wind aus WSW und so sind wir mit viel Speed in Richtung Süden gesegelt.

Nach ein paar Stunden bemerkte ich dass aus dem Schrank auf der Steuerbord Seite Wasser läuft. Es war zum Glück nur sehr wenig aber es schmeckte nach Salz. Und Salzwasser gehört nun mal definitiv nicht in den Innenraum unserer mora. Als Ursache für das kleine Leck war schnell die Mittelklampe (= dickes Teil aus Alu zum Festknoten des Schiffes an Land) auf der Steuerbordseite gefunden. All der Schwell und das Gezerre an den Klampen in den letzten Monaten war wohl doch etwas zu viel für die Dichtungsmasse. Die Belastungen für Material und Schiff sind hier im Atlantik eine Nummer größer als in unserer kleinen Ostsee. 🙁 So habe ich in den nächsten Wochen mal wieder was zu reparieren.

Der Rest von Tag eins der Überfahrt verlief recht unspektakulär. Der gute Wind hielt sich auch noch an Tag zwei und so konnten wir zu Mittag ein Etmal von 130 Meilen im Logbuch vermerken. Nicht so schlecht für unser voll beladenes Boot. 🙂 Den Großteil der Strecke hat unser Windpilot gesteuert. Eine super Erfindung welche das Schiff durch die Kraft von Wasser und Wind auf Kurs hält. Dabei segelt das Schiff immer in einem bestimmtem Winkel zum Wind. Wir brauchen nur noch hin und wieder prüfen ob die mora in die gewollte Richtung unterwegs ist. Denn wenn sich die Windrichtung ändert, ändert sich auch automatisch der Kurs den unser Windpilot steuert. Aber auf der Fahrt nach Teneriffa war die Windrichtung stabil. Nicht so die Windgeschwindigkeit.

In der zweiten Nacht lag ich in der Koje und träumte schon von einem leckerem Anlegebier. In meinem Traum schoss das Bier nur so mit lautem Getöse durch die Zapfanlage. Aber leider war es nicht das Bier aus meinem Traum sondern das Wasser am Rumpf welches die Geräusche machte. In dem Moment meldete sich Moni damit ich ihr im Dunkeln der Nacht beim Reffen (=Verkleinern der Segelfläche) helfen kann. Keine so schlechte Idee bei 30 Knoten Wind. So bin ich dann in aller Eile -nur mit Unterhose, Stirnlampe und Rettungsweste bekleidet- zum Mast geturnt und habe unser Großsegel um 2/3 eingerollt. Kurzzeitig hat diese kleine Segelgarderobe noch für 8 kn Speed gereicht bevor der Wind dann keine Lust mehr hatte und später ganz eingeschlafen ist. Also zuerst alle Segel wieder ausgerefft und dann ganz ohne Wind mit dem Motor durch die Nacht getuckert. Zu unserer großen Freude zog noch ein Gewitter hinter uns durch. Alles Sachen die wir so nicht bestellt hatten. 🙁 Leider kam der Wind nun auch nur noch ganz schwach aus Nord und wir sind bis auf eine kurze Kaffee Pause den Rest der Strecke Motor.

An der östlichen Spitze von Teneriffa begegnete uns am Morgen die Alexander von Humboldt II. Ihr kennt sicher noch die Vorgängerin aus der Becks Werbung. Also war mein Traum mit dem Bier doch nicht ganz so weit hergeholt…

Gegen 11:00 Uhr hat Moni die portugiesische gegen die spanische Gastlandflagge getauscht. Das Land der Tapas und Cañas hat uns wieder. Kurz nach 13:00 Uhr lagen wir fest im Hafen von Santa Cruz de Tenerife. Das waren die letzten von insgesamt 2564 Seemeilen im Jahr 2016. Hier bleiben wir nun bis es Anfang 2017 über den großen Teich nach Barbados geht. Bis dahin stehen ein paar kleinere Projekte am Boot an, es sind einige Reparaturen abzuarbeiten, Besuch ist im Anmarsch und hoffentlich können wir uns ganz viel Zeit für die Erkundung der Insel nehmen.

Bis die Tage…

kurz nach dem Start funke ich mit der svea und wir planen den Kurs für die nächsten Stunden

kurz nach dem Start funke ich mit der svea und wir planen den Kurs für die nächsten Stunden

wie Zwillinge rauschen unsere beiden Schiffe durch den Atlantik

wie Zwillinge rauschen unsere beiden Schiffe durch den Atlantik

ganz viel Freude im Gesicht :-)

ganz viel Freude im Gesicht 🙂

zum Sonnenuntergang sind wir noch immer in Sichtweite der svea - an Tag 2 trennen uns nach 150 sm nur gut 1 Kilometer

zum Sonnenuntergang sind wir noch immer in Sichtweite der svea – an Tag 2 trennen uns nach 150 sm nur gut 1 Kilometer

das Bier-Schiff aus meinem Traum ist Wirklichkeit geworden

das Bier-Schiff aus meinem Traum ist Wirklichkeit geworden

die nächste Gastlandflagge ist die von Barbados

die nächste Gastlandflagge ist die von Barbados

Waschtag kurz nach der Ankunft

Waschtag kurz nach der Ankunft

kleinere Schäden werden sofort begutachtet und repariert

kleinere Schäden werden sofort begutachtet und repariert

auch die Großen müssen ihre Segel trocknen

auch die Großen müssen ihre Segel trocknen

Eingang zum Wochenmarkt  in Santa Cruz de Tenerife

Eingang zum Wochenmarkt in Santa Cruz de Tenerife

Terminal vom Busbahnhof - hier empfangen wir unseren Besuch

Terminal vom Busbahnhof – hier empfangen wir unseren Besuch

von Muros zu den Islas Cies

 

6 Tage waren wir in Muros und uns kam es vor als hätten wir erst vor 3 Tagen angelegt. Das kleine Städtchen ist so hübsch mit seinen kleinen Gassen und den freundlichen Bewohnern. Unser Hafenmeister Pedro sah uns Segler als seine Gäste an und so wurden wir auch behandelt. Er half uns bei der Registrierung zum Erlangen der Befahr Genehmigung für die Naturschutzgebiete von Spanien und gab uns noch einen Rabatt von 20 % bei der Bezahlung der Hafengebühr. Ich nutzte die Zeit in Muros dazu einen Friseur zu besuchen. Dank Dagmar, meiner Spanischlehrerin in Solingen, hatten die Friseurin und ich eine Menge Spaß zusammen und wir verabschiedeten uns ganz herzlich mit vielen Küsschen.

Unser nächstes Ziel lag in der Ria de Arosa zum Porto de Caraminol. Ein kleiner Trip die Flussmündung hoch vorbei an kleinsten Inseln und Steinhaufen. Am nächsten Tag segelten wir in die Ria de Pontevedra. Dort machten wir im Hafen Sanenxo fest. Zufällig fand an diesem Wochenende eine Regatta statt so dass der Hafen sehr voll war. Der ehemalige spanische König Juan Carlos gab der Regatta seinen Namen und er segelte tatsächlich auch mit. Ohne großes Tamtam und Bodyguards segelte er hautnah an unserer mora vorbei.

Die nächste Fahrt ging in das Naturschutzgebiet der Islas Cies. Dort wollten wir zum 1. Mal mit unserem neuem Anker und der neuen Kette ankern. Am Nachmittag fanden wir eine schöne und einigermaßen gut geschützte Ankerbucht. Alle Alarmsysteme für die Änderung der  Wassertiefe und das Verlassen des Ankerradius wurden eingestellt. Nach einer Nacht mit über 20 Knoten Wind und einigen Alarmen wegen zu empfindlich eingestellter Instrumenten wussten wir, das unser Anker hält. Wir ließen unser Beiboot ins Wasser und ruderten zur Insel. Legten uns an den Sandstrand und genossen die Idylle. Es war wie im Urlaub 😉 Irgendwann trieb uns der Hunger zurück zu unserer mora und es gab selbst gebackenes Brot und Salat.

der Hafen von Sanenxo, hier trafen wir Juan Carlos

der Hafen von Sanenxo, hier trafen wir Juan Carlos

Anfahrt zu den Islas Cies

Anfahrt zu den Islas Cies

die Lady Sunshine war schon vor uns angekommen

die Lady Sunshine war schon vor uns angekommen

Blick in die Badebucht - am Abend verlassen die meisten Touristen die Insel mit eine der Fähren und wir Segler hatten den Strand für uns

Blick in die Badebucht – am Abend verlassen die meisten Touristen die Insel mit einer der Fähren und wir Segler hatten den Strand für uns

Urlaubsfeeling

Urlaubsfeeling

die Handfunke darf auch im Schlauchboot nicht fehlen, mit ihr verabreden wir uns mit anderen Seglern zum Umtrunk und könnten bei Bedarf auch Hilfe anfordern

die Handfunke darf auch im Schlauchboot nicht fehlen, mit ihr verabreden wir uns mit anderen Seglern zum Umtrunk und könnten bei Bedarf auch Hilfe anfordern

irgendwann vertrieben uns die Möven aus ihrem Paradies

irgendwann vertrieben uns die Möven aus ihrem Paradies

der Brotteig geht in der Sonne

der Brotteig geht in der Sonne

selbst gebacken unter der Sonne von Spanien

selbst gebacken unter der Sonne von Spanien

und dazu einen gesunden Salat

und dazu einen gesunden Salat

Lecker!

Lecker!

Blick auf die raue Atlantik Seite der Inseln

Blick auf die raue Atlantik Seite der Inseln

bei wenig Wind kann man auch gut auf dieser Seite der Inseln unterwegs sein

bei wenig Wind kann man auch gut auf dieser Seite der Inseln unterwegs sein

"unser" Strand

„unser“ Strand

am Wochenende sind die Inseln gut besucht

am Wochenende sind die Inseln gut besucht

jeder Fleck im Windschatten der Inseln wird zum Ankern genutzt

jeder Fleck im Windschatten der Inseln wird zum Ankern genutzt

kurz vor Sonnenuntergang

kurz vor Sonnenuntergang

nun gilt unsere Aufmerksamkeit wieder dem Ankeralarm :-)

nun gilt unsere Aufmerksamkeit wieder dem Ankeralarm 🙂

Pilgern mit kurzen Beinen

Spätestens seit Hape Kerkeling wissen wir über die Existenz von dem Pilgerort Santiago de Compostela. Da für mich, mit meinen kurzen Beinen, eine Wanderung von Deutschland nach Spanien nicht in Betracht kam, haben wir uns für die einfachere Variante mit Anreise per Segelyacht und Reisebus entschieden. Bei dieser Tour müssen nur die letzten 2 Kilometer vom Busbahnhof bis zur Kathedrale auf Schusters Rappen bewältigt werden. 🙂

Direkt von unserem Hafen in Muros fährt mehrmals täglich ein Bus nach Santiago de Compostela. Die Fahrt dauert knapp 2 Stunden und führt durch die wunderschöne Landschaft entlang der Ria de Muros und später durch das bergige Land nach Santiago. Am Sonntagmorgen um 11:00 Uhr sollte der Bus abfahren. Weil aber zur gleichen Zeit die Teilnehmer eines Langstreckenlaufes die Hauptstraße in Muros für sich beanspruchten startete unsere Fahrt eine halbe Stunde später. Das war für den Fahrer kein Problem. Er holte die verloren Zeit wieder auf. Wir haben während der Fahrt hin und wieder an unsere Auslands Unfallversicherung gedacht. Aber einem echten Pilgerer wird schon nichts passieren!

In Santiago de Compostela angekommen brauchten wir nur dem Zeichen des Camino folgen und erreichten nach gut 10 Minuten die Kathedrale. Es ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk und war erstaunlich gut besucht. Die meisten Pilgerer waren zu Fuß und mit dem Rad unterwegs. Zu Pferde haben wir niemanden mehr getroffen. Dies scheint wohl aus der Mode zu sein. Und dabei habe ich gelesen dass in einigen Herbergen auf dem Weg nach Santiago nur Fußgänger und Reiter absteigen dürfen.

Nach einer Besichtigung der Außenanlage haben wir dann die Kathedrale von innen bestaunt. Es riecht schon am Eingang sehr intensiv nach Weihrauch. Laut Wikipedia soll dieser den Geruch der Pilgerer neutralisieren welche nach ihrer Wallfahrt eine ganze Nacht wachend und betend in der Kirche verbrachten. Neben den verschiedenen Altären ist der vergoldete Baldachin über der Gruft ein beeindruckendes Detail im Inneren der Kathedrale.

Für uns beide endete der Besuch nach einer Stunde und wir stärkten uns in der angrenzenden Herberge bei Kaffee und Kuchen. Danach sind wir zu unserer mora gefahren und ab jetzt wird wieder mit dem Schiff gepilgert. Wenn ihr noch mehr Interesse an Santiago de Compostela mit der Altstadt als Weltkulturerbe habt, kann ich die Webseite http://www.santiagoturismo.com/info-xeral empfehlen. Im Anschluss ein paar Bilder von unserem Sonntagsausflug.

Außenanlage

Außenanlage

Außenanlage

Außenanlage

Eingang zu einem der ältesten Hotels der Welt

Eingang zu einem der ältesten Hotels der Welt

Außenanlage

Außenanlage

Außenanlage

Außenanlage

Taps für Pilger

Außenanlage

Wanderstöcke für den Heimweg

Wanderstöcke für den Heimweg

Außenanlage

Außenanlage

Außenanlage

Außenanlage

Außenanlage

Innen

Innen

Innen

Innen

Innen

Innen

Innen

Jesus

Santiago Apóstol

Santiago Apóstol

Virgen de Lourdes

Virgen de Lourdes

Virgen de Fatima

Virgen de Fatima

Virgen del Carmen

Virgen del Carmen

Virgen de la Soledad

Virgen de la Soledad

Santa Maria Madre

Santa Maria Madre

von so viel Kultur geblendet

von so viel Kultur geblendet

Tagesmenü für hungrige Pilgerer

Tagesmenü für hungrige Pilgerer

am Eingang zum Speisesaal

am Eingang zum Speisesaal

in der Cafeteria

in der Cafeteria

Kaffee und Kuchen für 2 Pilgerer = 6 Euro, da kann man es sich schmecken lassen

Kaffee und Kuchen für 2 Pilgerer = 6 Euro, da kann man es sich schmecken lassen

im Garten der Herberge

im Garten der Herberge

Garten die 2.

Garten die 2.

was man aus alten Holzkisten alles so basteln kann...

was man aus alten Holzkisten alles so basteln kann…