Archiv des Autors: Moni

Green Turtle Cay, Treasure Cay und Great Guana Cay

Am 24.12.2017 machten wir in der Bucht White Sound auf Green Turtle Cay an einer Mooringtonne fest. Die Wassertiefe in der Einfahrt ist mit 2,30 kurz vor Hochwasser mehr als ausreichend und die Einfahrt ist sehr gut betont. Die Bucht ist nach allen Windrichtungen geschützt. Es ist sehr beschaulich, 2 kleine Marinas mit ein paar einfachen Urlaubsunterkünften liegen entlang der Bucht. Die Hauptstadt von Green Turtle heißt New Plymouth, ist sehr übersichtlich und in einer Stunde durchwandert. Wir fanden 3 kleine Einkaufsläden und so konnten wir uns mit einigen frischen Sachen eindecken. Für 2 Tomaten, 4 Kartoffeln und 1 Eisbergsalat zahlten wir dann auch 12 US$, knapp 2 Liter frische Milch kostete übrigens 4,50 US$. Soviel zu den Preisen auf den Bahamas.

Mehrmals täglich fahren ab Green Turtle Cay Fähren nach Treasure Cay. Laut Infos soll es dort den schönsten Strand der Bahamas geben. So beschlossen wir einen Ausflug dorthin zu machen. Als eine Fähre nahe an unserem Boot vorbeifuhr, rief Ralph rüber ob er uns von der mora aufpicken würde und auch später dort wieder abgibt. Kein Problem für den Fährmann. Wir sprangen rüber und die Seereise begann. Nach einem kurzen Stopp vor New Plymouth ging es dann weiter nach Treasure Cay. Wir glaubten natürlich, dass die Fähre in der Nähe des Strandes hält, aber das war falsch! Sie hielt in der Nähe eines kleinen Flughafens. Ralph fragte nochmal nach wie lang es denn zum Strand wäre und erhielt die Antwort, dass es mit dem Auto 20 Minuten dauert und ein sehr, sehr langer Weg zu Fuß wäre. 🙁 So starteten wir mal den langen Fußweg. Nach ca. 20 Minuten hielt ein Auto und fragte ob wir mitfahren wollten – natürlich wollten wir das. Nach über 15 Minuten Autofahrt hielt der Fahrer direkt am Strand. Es wäre tatsächlich ein langer Fußweg gewesen, denn das Auto fuhr nicht gerade langsam.

Der Strand ist wirklich wunderschön, das Wasser türkisgrün, der Sand ganz fein und weiß. Wir wanderten diesen endlosen Strand entlang, ich ging baden und am Ende der Strandwanderung tranken wir in einer Beachbar ein Bier. Ein schöner Urlaubstag. 🙂  Auf dem Rückweg hofften wir ein bisschen, dass uns wieder jemand mitnahm. Und tatsächlich, nach kurzer Zeit hielt abermals ein Auto. Die Fahrerin konnte uns aber nur bis zu einer Kreuzung mitnehmen. Egal ein Drittel war geschafft. Um den letzten Rest brauchten wir uns auch keine Sorgen machen, ein Taxifahrer, der eine Leerfahrt hatte, brachte uns bis zur Fähre. Kein einziges Mal haben wir den Daumen zum trampen rausgehalten und alle Fahrer bzw. Fahrerin waren ausnahmslos Schwarze! Sehr nett!

Zur Info: Der Ausflug mit der Fähre kostet pro Person 21 US$ für Hin- und Rückfahrt. In Treasure Cay zu ankern, wäre mit 20 US$ / Tag billiger gewesen. Reisen macht klug… 🙂

Die Neujahrsnacht in Green Turtle Cay verlief sehr ruhig, zu Mitternacht gab es tatsächlich ein kleines Feuerwerk. Der eigentliche Höhepunkt auf Green Turtle ist aber der 1. Januar. Am Nachmittag findet in der Hauptstadt ein Umzug mit kostümierten Kindern und einer Musikgruppe statt. Das mussten wir natürlich sehen und fuhren mit dem Dinghi hin. New Plymouth war voller Menschen, am Dinghisteg fanden wir kaum noch Platz. Überall waren Buden für Cocktails und Essen aufgestellt. Die Kinder hatten sichtbar Spaß am Umzug und die Musikgruppe gab Alles, alle waren friedlich und fröhlich bei der Sache. Und am Abend des Umzuges war dann auch noch ein richtig schönes Feuerwerk.

Eigentlich wollten wir am 2. Januar weiter nach Süden aber ein starker Wind durchkreuzte unsere Pläne. Am 5.1.2018 war das Tief vorbei und wir lösten die Leinen von der Mooringtonne Richtung Süden nach Great Guana Cay. Dort machen wir nun einen Zwischenstopp. Wir wanderten quer über die Insel und versuchten ein paar Postkarten zu organisieren. Das war leider nicht von Erfolg gekrönt; wegen zu geringer Auslastung hat das Postamt der Insel schon seit einer ganzen Weile geschlossen und somit werden auch keine Postkarten mehr verkauft. 🙁

Am Dienstag den 9. Januar wollen wir weiter zu der Hautstadt der Abacos, Marsh Harbour. Dort soll es einen der größten Supermärkte der Bahamas geben und diese Gelegenheit wollen wir uns nicht entgehen lassen um nochmal frische Lebensmittel einzukaufen bevor es dann weiter in Richtung Süden nach Eleuthera geht.

die Fähre zwischen Green Turtle und Treasure Cay/Flughafen

Traumstrand

bereit zum Baden

Immobilie in gehobener Lage

vorgelagerte Insel

Traum Barbecue

Pause an der Fähre

sämtliche Einkäufe der Insulaner müssen auch mit auf die Fähre

Haupt Verkehrsmittel der meisten Inseln

Die Besucher warten gespannt auf den Umzug am Neujahrstag

die Ordnungsmacht feiert auch mit

für den fröhlichen Teil der Veranstaltung ist gesorgt

die Show beginnt

viele bunte Kostüme

früh übt sich

liebevoll gestaltete Kostüme

gekonnt geschminkt

große Kostüme verlangen nach stabilen Tänzerinnen

die Combo gibt ebenfalls ALLES

ein recyceltes Ölfass kann richtig gut klingen

und wenn ich mal groß bin bekomme ich ein noch viel größeres Ölfass

auf zur nächsten Insel

der Atlantik Strand

die Brandung ist nicht schlecht

noble Marina

die Pool Benutzung ist im Marina Preis inklusive

wegen der Gefahr mit herabfallenden Kokosnüssen verzichten wir auf einen Platz in der Marina und Ankern in der Bucht 🙂

Frohe Weihnachten von den Abacos – Bahamas

Am Donnerstag den 14.12.2017 gegen Mittag starteten wir von West Palm Beach aus unsere Überfahrt zu den Bahamas. Es war fast kein Wind und so konnten wir nur unter Motor fahren. Das hatte aber den Vorteil dass sich im Golfstrom keine großen Wellen bilden konnten und so war es eine herrliche Fahrt. Am nächsten Morgen gegen 9:00 Uhr ankerten wir südlich von Little Grand Cay. Das Einklarieren war auf der Insel, im Norden der Abacos, unkompliziert aber zeitaufwendig. Es ist ein bisschen karibisch hier. Wenn man Glück hat ist die Hafenkneipe Rosie’s Place offen. Die Betreiber organisieren dann, dass die Offiziellen zum Hafen kommen und man kann bei einem kalten Bier im Schatten warten. Ralph hatte kein Glück und musste auf der einzigen Straße der Insel bis zum anderen Ende Laufen und dort das Custom und Immigration Office besuchen. Da unsere mora genau 35,66 Fuss lang ist, kostet die Jahresgebühr zum Segeln in den Bahamas stolze 300 US$. Wenn es 0,66 Fuss weniger sind gibt es den Spaß schon für 150US$. 🙁 Dafür haben wir nun aber auch jeder einen schönen Stempel im Pass und wir dürfen bis 15. April hier bleiben. Die Dauer der Aufenthaltsgenehmigung hängt von der Laune der Beamten ab. Ralph wurde gefragt und der Wunsch nach 120 Tagen wurde prompt erfüllt. Es soll auch Beamte geben welche nur 60 Tage zugestehen. Auf dem Rückweg besuchte Ralph den örtlichen Bäcker. Es gibt genau eine Sorte Brot und leckere, frischgebackenen Kokos Teilchen – wer kann da widerstehen? 🙂 Zusätzlich gibt es auf der Insel einen BTC Telefonladen. Dieser war aber geschlossen. 🙁 Kurzerhand rief die Bäckerin bei der Verkäuferin an. Keine Antwort! Daraufhin schickte sie ihren Sohn mit dem Golfcart los. Dieser erschien nach einer Weile mit der Verkäuferin aus dem Telefonladen. Für 35 US$ haben wir nun 15 GB Internet für einen Monat. 🙂 Nach all dem Stress hatte sich Ralph ein kleines Bier verdient. Das gab es dann auch von der Telefon Tante, welche gleichzeitig die Bedienung in Rosie’s Kneipe ist. Für 3,25 US$ gibt es das einheimische Bier mit gratis Blick über den Hafen und die Bucht. Weil es da so schön war sind wir am Nachmittag noch einmal gemeinsam mit dem Dinghi zum Hafen gefahren. Bis kurz nach 17 Uhr. Dann war es Zeit zurück zum Schiff zu düsen. Wir ankerten ganz alleine vor der Insel, ohne Wellengang und mit einem traumhaften Sonnenuntergang. Darauf hatten wir uns ein halbes Jahr gefreut.

Am nächsten Morgen ging es weiter zu der unbewohnten Insel Great Sale Cay. Auch hier waren wir fast alleine. In der ca. 1 sm tiefen Bucht verlieren sich die 3 Boote. Hier stoppten wir für 3 Tage und genossen die Einsamkeit und die täglichen wunderschönen Sonnenuntergänge beim obligatorischen Sundowner. Wir ließen die Seele baumeln, schauten über das grünblaue Wasser, ruderten mit dem Dinghi (selbst zum Außenborder anbauen waren wir zu faul) und machten Nichts.

Am Dienstag den 19.12. ging es Anker auf zur nächsten unbewohnten Insel Allans Cay. Hier gibt es einen weißen, ganz feinen Sandstrand. Wir wanderten dort ein bisschen rum und nahmen zur Erinnerung wahrscheinlich ein paar Sandflöhe mit. Über Nacht haben sie den Ralph überfallen und er sah am anderen Morgen aus wie ein Streuselkuchen. 🙁 Am nächsten Tag war ich dann dran. Mittlerweile wurde das Wasser auch wärmer und ich nahm das erste kühle Bad im glasklarem Wasser bei 21 Grad – herrlich! Eigentlich wollten wir hier noch eine Nacht bleiben, aber aufgrund der No Seems bzw. Sandflöhe nahmen wir Reißaus und fuhren weiter nach Coopers Town. Dieser Ankerplatz ist geschützt gegen Wind aus südöstlicher Richtung.

Von dort ging es nach einer Nacht mit viel Hundegebell weiter nach Manjack Cay mit einem kurzen Zwischenstopp in Powell Cay. Wir tingeln in kleinen Tagesetappen von einer kleinen Insel zu nächsten. Wunderbar! Alles bei angenehmen Temperaturen von ca. 26 Grad und frischem, angenehmen Wind. Die Nachttemperaturen sinken auf ca. 20 Grad, sodass man eben noch gut schlafen kann. ( Ralph ist es schon zu warm 🙁 )

Auf der Insel Manjack Cay gibt es einen Wanderweg zur Atlantikküste der Insel. Wir machten uns auf den Weg und nach ca. 30 Minuten erblickten wir den grünfarbigen Ozean und feinsandigen weißen Strand – ein traumhaftes Bild!

Wir waren ganz Alleine und wanderten diesen endlosen Sandstrand entlang.

Aber leider waren auf diesen wunderschönen Strand unendliche viele Plastikteile verteilt, die über das Meer angeschwemmt worden sind. Am Strand gab es Hinweisschilder das man dem Müll aufsammeln soll und zu einzelnen Sammelstellen legen soll. Ich als Ober-Öko-Tusse habe das natürlich gemacht. Aber es war so viel, das man meinen Beitrag nicht sieht. Dieser Anblick machte uns sehr traurig. Statistisch sollen jeden Tag mehrere Tonnen Plastikmüll ins Meer gelangen. Wir haben gesehen wo ein Teil landet – auf einem wunderschönen Flecken Strand.

Weihnachten und Silvester werden wir auf der Insel mit dem schönen Namen Green Turtle Cay verbringen. Dort gibt es eine kleine Marina mit Süsswasserduschen, Waschmaschinen und hoffentlich ein paar netten Bars. Wir haben eine Mooring Tonne für 90 US$ pro Woche reserviert. Das ist unschlagbar günstig. In den freien Tagen werden wir dann mit der genaueren Planung unserer weiteren Reiseroute für das Jahr 2018 beginnen.

 

Wir wünschen unseren Familien, Freunden und all unseren Lesern ein ruhiges und stressfreies Weihnachten und Alles Gute im Jahr 2018, Genießt die kurze Zeit des Stillstandes und bleibt gesund!

Goodbye West Palm Beach, Goodbye Amerika

Die Sonne geht über dem Meer unter, ein Anblick auf den wir seit Juni verzichten mussten

endlich wieder ein neues Land erreicht!

Bevor es an Land geht genießen wir noch schnell unser Frühstück mit Schmuggelware aus Good Old Germany

Blick über Little Grand Cay

Kunst im Hafen

unser Dinghi im klaren Hafenwasser, wir können in 2 Meter Tiefe jedes Sandkorn erkennen

die Bäckerei, es sieht ein bisschen anders als beim Bäcker Schüren aus – aber Lecker –

der Telefonladen, in der 2. Etage kann man noch gewaltig expandieren

der Mittelpunkt und das kulturelle Zentrum der Insel

eine Spezialität der Bahamas

hier gehen die Wellen in die Wolken über

mora am Ankerplatz

Wassersparen am Ankerplatz, jeder bekommt täglich 1,5 Liter Wasser zum Duschen 🙂

und wieder geht ein Tag zu Ende

am Strand von Manjack Cay

Hunde bitte an die Leine!

eine der ständigen Bewohnerinnen der Insel

Wegweiser zur Atlantik Seite der Insel

guter Ratschlag für alle Besucher

der Weg führt durch jede Menge Grün

Suchbild

ich trage mein zu Hause auf dem Rücken

Ocean Beach

am Ziel unserer Wanderung

nun mach endlich!

ob ich gleich mal reinspringe..?

traumhafter Ausblick

 

Die folgenden Bilder sind auf einer Strecke von 50 Metern entstanden!! 

Der Mensch hat diesen wunderschönen Planeten nicht verdient!!

Mülltüte, welche von Schildkröten als Futter angesehen wird an dem sie dann jämmerlich verrecken

Tetra Pack

Netze, in denen sich Vögel verfangen

Kanister und Eimer in jeglicher Form

noch mehr Kanister

die Segler sammeln an diesem Strand täglich Berge von Zivilisation Müll

die Eigentümer der Insel haben eine Sammelstation eingerichtet

Wenn die Menschheit den ganzen Dreck gar nicht erst ins Meer werfen würde, bräuchte man es später nicht wieder einsammeln! Aber dieser Wunsch wird wohl nie in Erfüllung gehen… und das macht uns traurig!

 

 

 

Goodbye Brunswick

Nach unserem Roadtrip-Kurzurlaub begann für uns der Arbeitsalltag. Auch wenn es uns hier in der Brunswick Landing Marina gut gefallen hat, wollen wir mal wieder was Anderes sehen und vor allen Dingen mal wieder segeln. Wie immer vor einer neuen Saison müssen noch einige Reparaturen und Verschönerungen an unserer mora vorgenommen werden. Ralph schliff endlich die Cockpitbank ab und erneuerte die Teak Pfropfen. Dies wollte er schon in Teneriffa erledigen. 🙁 Wir bestellten ein Bimini (Sonnendach im Cockpit), weil wir das Provisorium satt hatten und für die Bahamas unbedingt einen guten Sonnenschutz brauchen. Der Windmesser musste leider auch ausgetauscht werden. Bei einen Instrumentencheck stellten wir fest dass der alte Windmesser aus irgendwelchen Gründen seinen Geist aufgegeben hat. Gott sei Dank hat Ahti, ein Finne vom Steg gegenüber, ein Ersatzteil das er uns preiswert verkaufte. Voraussetzung war, dass Ralph auf Athi´s Mast hochklettert und ihn dort abmontiert. Um zu testen ob er auch wirklich funktioniert kletterte Ralph dann auf unseren Mast um ihn anzuschließen und sieh da er funktionierte. Außerdem mussten wir uns wieder in großem Maße verproviantieren denn unsere Bilgen sind im Laufe der Zeit ziemlich leer geworden. Auf den Bahamas ist alles unglaublich teuer, noch teurer als auf den Jungfraueninseln. Jo und Margit hatten noch ihr Mietauto und so konnten wir mit ihrer Hilfe die ganzen Einkäufe erledigen. Meine Begeisterung beim Einkaufen hielt sich wie immer in Grenzen.

Zwischendurch gab es noch Halloween zu feiern. Die Marina spendierte Pizza und alle sollten sich verkleiden. Mangels Kostümen an Bord mussten wir uns was einfallen lassen und ein bisschen improvisieren. Es wurde wie immer ein netter Abend mit lustigen Getränken die mit Trockeneisstücken aufgefüllt wurden und so einen überquellenden Schaum bildeten. Wir machten mit der Kyla einen BBQ-Abend, fuhren noch mal nach St. Simons zum Benny´s und besuchten bei angenehmeren Temperaturen ein weiteres mal Savannah bevor wir das Mietauto abgeben mussten.

Durch die lange Zeit die wir hier verbrachten, haben sich viele nette Freundschaften gebildet. Dave und Mary, zwei liebenswerte Amerikaner, die sich nicht vorstellen konnten, das ich noch nie in meinem Leben eine richtige Waffe gesehen, geschweige eine in der Hand gehabt habe, luden uns ein mit ihnen zu einer Shooting-Ranch zu fahren. Dave hatte als Amerikaner natürlich seine eigenen Pistolen dabei. Diese Schießhallen gibt es in Amerika wie bei uns die Pommesbuden. Man geht rein, gibt seinen Personalausweis oder Führerschein ab, kann sich bei Bedarf eine Waffe ausleihen, eine Zielscheibe aussuchen und geht an den Schießstand. Vor dem eigentlichen Schießen gab uns Dave eine Sicherheitseinweisung und rief uns ins Gedächtnis das die Waffe ein tödliches Instrument ist. Ich hätte nie gedacht, dass das Entsichern der Pistole für mich sehr schwer war, der Knall unglaublich laut ist und ich die Zielscheibe treffe. Ralph stellt sich natürlich hin und ballert drauf los als hätte er nie was anderes gemacht. Für uns Deutsche ist diese Waffenaffinität sehr suspekt. Man kann hier in jeden größeren Supermarkt Waffen jeglicher Art kaufen. Mittlerweile verstehen wir auch, warum trotz der vielen Toten, keine Gesetzesänderung vorgenommen wird. Das ist halt Amerika.

Vor der nächsten Saison wollen wir unser Schiff nochmal aus dem Wasser holen um das Unterwasserschiff neu mit Antifouling zu streichen. Dies verhindert den Bewuchs mit Algen und Muscheln. Der Propeller muss gründlich vom Bewuchs gesäubert werden, die Anode sollte bei dieser Gelegenheit ausgetauscht werden und eine neue Politur kann unser Schiff auch mal wieder vertragen. Nach großer Recherche fanden wir eine Werft bei St. Mary, ca. 40 sm südlich von Brunswick bei der wir diese Sachen selber ausführen können. Der Termin zum Ablegen stand jetzt fest. Leider mussten wir vorher noch einen Taucher organisieren, der uns den Propeller schon mal vorab vom größten Bewuchs befreit, denn wir wären nicht vorwärts gekommen. In das dunkle, nicht gerade saubere Wasser der Marina wollte ich nicht reingehen und so mussten wir für den Taucher 75 US$ bezahlen. Nicht schlecht für 10 Minuten Arbeit.

Unser Abreisetag fiel ausgerechnet auf Thanksgiving, den 23.11. und so konnten wir das große Fest der Amerikaner leider nicht miterleben. Vielleicht nächstes Mal. Der Himmel weinte als wir nach 5 Monaten Brunswick verlassen haben. Es war eine schöne Zeit. Die Marina können wir mit gutem Gewissen als Liegeplatz während der Sommermonate (=Hurricansaison) weiterempfehlen.

Draußen auf dem Atlantik empfing uns eine heftige Brise mit 25 kn aus NE und wenn der Regen nicht gewesen wäre, hätte es ein schöner Segeltag werden können. Ralph wurde es nach so langer Zeit als Landratte sogar etwas mulmig in der Magengegend aber mir ging es gut und so segelten wir etwas ruppig Richtung Süden. Wir machten am Nachmittag an einer Boje bei Fernandina Beach fest. Nach einer heißen Nudelsuppe legten wir uns früh ins Bett. Morgens um 11 Uhr sollten wir am Kran sein und Ralph war schon ganz aufgeregt.

 

Vom Kranen und der Werftzeit berichten wir im nächsten Blog. Aber schon mal vorweg erzählt: das Kranen hat gut geklappt. 🙂  🙂  🙂

verwittertes, altes Teak im Cockpit

neu geschliffen und versiegelt – so gefällt das der Skipperin

unser neues Bimini

Mary und Dave informieren uns über die schönsten Plätze auf den Bahamas

Ralph in luftiger Höhe

der klägliche Rest an Lebensmitteln auf unserem Schiff

Halloween mit Margit und Jo

Savanna

Candy Maschine aus Opas Zeiten

Leuchtturm für Claudi 🙂

Atlantik

große Auswahl für jeden Geldbeutel

zuerst werden die Magazine geladen

Dave und Mary

zielsicherer Ossi am Abzug

wackeln nun die Knie oder die Pistole am meisten..?

unsere Gängster sind erlegt!

Lee der Taucher – da wo es uns zu dreckig ist verdient er gutes Geld mit seiner Arbeit

Road Trip durch den Südosten der USA /Tag 7 bis Tag 11

Tag 7:

Frank und Jeannette lebten 7 Jahre in Georgia und haben uns mit jeder Menge „must see“-Zielen eingedeckt. Die Stadt Helen stand wegen dem alljährlichen Oktoberfest ziemlich an oberster Stelle. Helen ist eine Kleinstadt am Rande der Blue Mountains. Wenn man durch die Stadt läuft fühlt man sich in ein bayrisches Dorf versetzt. Die ganze Stadt besteht aus kitschigen Alpenhäusern, überall ertönt Blasmusik, die Leute laufen mit Ledertrachten bzw. Dirndl rum und es gibt deutsches Bier und bayrisches Essen bzw. das was der Amerikaner dafür hält. Eine Halle ist komplett als bayrisches Festzelt errichtet und es spielt eine Band in Lederhosen Alpendudelmusik. Wir wandeln durch das Dorf und können nur noch staunen was für ein Bild der Ami über Bayern hat. Als wir mit einem jungen Amerikaner (ca. Ende 20) ins Gespräch kamen, fragte er uns, ob es in Deutschland tatsächlich so aussehe und ob es stimmt, das wir warmes Bier trinken. Es wurde ein ganz lustiger Abend und wir konnten einige Vorurteile ausräumen.

Oktoberfest in Amerika

zur Not liegt auch Heidelberg in Bayern

deutsche Schokotorte, das Stück für 9.00 USD

Sauerkraut und Fisch

Bierkrüge

lustige T-Shirts mit seltsamer Beschriftung

nette Kellnerin – man beachte das Verbot von Waffen

manch einer trägt seine Einstellung zu den Waffengesetzen direkt auf der Weste

Bierzelt in Helen / Georgia

bei der ersten Bestellung ist auch der Humpen bzw. der Stiefel mit dabei. danach gibt es das günstige Refill Angebot

wir haben uns mit den üblichen Plastikbechern abgefunden – der halbe Liter für 6.50 USD

 

Tag 8 und 9:

Für Atlanta, die Hauptstadt von Georgia nahmen wir uns 2 Tage Zeit. Nach fast einer Woche Natur waren wir bereit für City und Kultur. Vom Hotel aus gibt es einen kostenlosen Shuttle zum Flughafen inkl. Metrostation. Mit einem 2-Tagesticket für US$ 14.00 p.P. konnten wir quer durch die Hauptstadt fahren. Wir besuchten die CNN-Sendezentrale und machten eine Führung durch die Studio´s. Hier werden von 2000 Mitarbeitern rund um die Uhr Nachrichten und Reportagen gedreht, geschnitten und gesendet. Nebenan befindet sich das Museum von Coca-Cola. In dem modernen Bau befinden sich Hunderte von alten und neuen Gebrauchsobjekten, Werbeschildern und Getränkeautomaten aus der ganzen Welt. Es gibt viele Animationsclips und interessante Informationen über das geniale Marketingkonzept sowie über die Legende des Geheimrezeptes von Coca-Cola. Zum Schluss konnten wir im „Tastes of the World“ über 100 von Coca-Cola produzierte Getränke dieser Welt kosten. Jeder Kontinent hat seine eigenen Geschmacksrichtungen. Mit manchen Getränken konnten wir uns anfreunden, andere schmeckten so schrecklich wie sie aussahen. 🙁

Die Skyline von Atlanta ist mit ihren Wolkenkratzern beeindruckend. Im WestIn Hotel fuhren wir mit einem Außenfahrstuhl bis in die 72. Etage um von dort oben einen grandiosen Rundumblick über Atlanta zu genießen. Und das, im Gegensatz zum empfohlenem Riesenrad, ganz umsonst! Als Belohnung für den erfolgreichen Tag gönnten wir uns im Hard Rock Cafe ein großes Bier. Zum „must see“ in Atlanta gehört natürlich auch der Besuch der Grabstätte von Dr. Marin Luther King jr. Leider wurde die Grabstätte ausgerechnet an dem Tag an dem wir hier waren, restauriert.

So viel Sightseeing und Kultur ist anstrengend. Abends taten uns die Füße weh und 2 Tage Großstadt waren dann auch genug.

alle wichtigen Punkte in Atlanta sind gut mit der Metro zu erreichen

das Headquarter von CNN

das Gebäude besteht aus 5 einzelnen Häusern welche um einen gigantischen Innenhof reichen

Übertragungswagen aus Kriegsgebieten

Moni vor der Skyline von Atlanta

beeindruckend

das Riesenrad wurde uns als Attraktion empfohlen

aber das WESTIN Hotel ganz links ist viiiiel höher

im Coca Cola Museum

John Pemberton erfindet und mixt die Coca Cola

eine alte Soda Bar, der Kunde konnte sich Wasser mit seiner bevorzugten Geschmacksrichtung bestellen. Coca Cola sollte gegen Kopfschmerzen wirken

Asa Candler kaufte Coca Cola für 2300 USD

um die Firma nach einigen Jahren und vielen genialen Marketing Strategien für 25 Millionen USD wieder zu verkaufen

alter Cola Automat

Sammeldosen

selbst in Atlanta trifft Ralph seine alten Kollegen wieder

ein weiterer Platz für überteuertes Bier

aber in der Umgebung wollen wir mal ein Auge zudrücken und das Bier geniessen

das Grabmal von Dr. MLK jr. und seiner Frau

der Friedensnobelpreis

 

Tag 10:

Uns zog es wieder in die Natur. So fuhren wir weiter nach Süden in eine Stadt Namens Columbus. Der Chattahoochee River fließt durch die Stadt und es gibt seit 1992 eine sehr schöne Uferpromenade. Den „Columbus Riverwalk“, der vorbei an alten Gebäuden und neuen Sportanlagen führt. Am Abend gingen wir noch in ein nettes Restaurant und setzten uns an die Bar. Man kommt hier schnell mit den Einheimischen ins Gespräch und wir sind immer wieder erstaunt, dass die Amerikaner gegenüber uns Deutschen und unserem Land sehr viel Respekt und Achtung zum Ausdruck bringen. Sehr viele kennen unsere Kanzlerin„Angie“ und äußern sich sehr positiv über sie. Oft haben wir schon erlebt, dass sich die Amerikaner bei uns wegen ihrem aktuellen Präsidenten entschuldigen. 🙂

Chattahoochee River

Wildwasserbahn an der rechten Seite der Stadt

Befahrbarer Fluss an der linken Seite der Stadt

Flaniermeile am Fluss

Vorbereitung für Helloween

die Geister sind unter uns

 

Tag 11:

Wir machen einen Ausflug zum Providence Canyon State Park. Etwa 65 km südlich von Columbus, bei Lumpkin, gibt es den „Grand Canyon von Georgia“. Dort kann man am Canyon Rand runter zu den Felsformationen wandern und ist abseits der ganzen Touristenströme. Die bizarren Felsen sind teilweise 50 m hoch und von hellem Rot und warmen Orange bis zu bleichen Weiß gefärbt. Eine wirklich schöne Gegend.

Providence Canyon

Ralph MUSS wieder Wandern

Moni freut sich auf´s Wandern

tolle Farben

steile Hänge

und es geht noch steiler

und noch mehr

am Ende hat auch Ralph die Wanderung durch den Canyon gefallen

Eigentlich wollten wir noch weiter nach New Orleans und an den Golf von Mexiko. Doch die Hotelpreise von über 200 US$ p.N. haben uns von dem Vorhaben abgehalten. Wir schauen uns die Küsten lieber von unsere mora aus an. So starteten wir die Rückreise nach Brunswick. Mittlerweile waren auch Margit und Jo von der KYLA von ihrer Rundreise quer durch die USA zurückgekehrt und so freuten wir uns auf ein Wiedersehen.

Road Trip durch den Südosten der USA /Tag 4 bis Tag 6

Day 4:

Wir sind am Rande der Great Smoky Mountains angekommen. Diese Bergkette ist ein riesiger Nationalpark ohne Eintrittsgebühr. Die Höhenzüge erstrecken sich über 4 Bundesstaaten (Süd- und Nord Carolina, Tennessee und Georgia), der höchste Berg ist stolze 2.000 Meter hoch, der gesamte Nationalpark ist voller Laubwälder und jetzt im Oktober beginnt sich das Laub zu färben. Ein bisschen wie Indien Summer!

Wir machen eine kombinierte Auto-Wandertour. Wir befahren hier den Highway US 441 von Cherokee bis nach Gatlinburg. Einmal quer über die Smoky Mountains. Ein Gebiet mit 300 Meilen Wanderwegen. 🙂 Überall sind Aussichtspunkte und die Ausblicke über diese endlosen, sich langsam färbenden Laubwälder sind überwältigend. Erst jetzt können wir die unendliche Größe dieses Landes erahnen. Bis zum Horizont nur Wälder und Berge. Es ist unglaublich, das Land ist sooooo gigantisch groß. Dieses Gebiet ist ein einziges Wanderparadies. Hier beginnt der Appalachian Trail. Er ist 3.450 km lang und geht bis in den Bundesstaat Main. Wir könnten hier Monate wandern und hätten nicht alles gesehen. Aber auch das ist Amerika: die Stadt Cherokee ist ein kitschiges Indianerdorf geworden und in Gatlinburg fühlt man sich in ein Alpendorf versetzt, mit bayrischem Flair.

Wald soweit das Auge blicken kann

Grenze zwischen NC und Tennessee

Der berühmte Wanderweg vom Süden bis weit in den Norden der USA, 3450 km lang

Indien Summer

Touristen Nepp mit bayrischem Flair

o zapft is…

 

Day 5:

Heute machen wir eine Autofahrt durch einen weiteren Teil der Great Mountains. Wir fahren 120km über den Blue Ridge Parkway der insgesamt 755 km lang ist. Eine Panoramastraße voller S-Kurven durch das Appalachengebirge. Auch hier wieder überall Aussichtspunkte mit fantastischen Ausblicken. Wir hätten an jedem Punkt halten und verweilen können. Bei Ashville verlassen wir den Parkway um in Hendersonville zu übernachten. Am frühen Abend machen wir noch einen Bummel durch den Ortskern der für amerikanische Verhältnisse recht alt, hübsch und sogar mit einigen Kneipen gesät ist.

eine wunderschöne Strecke durch hunderte Kilometer Wald

hallo Brüderchen Bernd, wir sind schon mal vorgefahren 🙂

Schlafmütze am Wegesrand

zum Fest der Bären in Hendersonville

 

Day 6:

Nach der gestrigen Autofahrt steht jetzt mal wieder ein Wandertag auf dem Programm. Es geht zum Chimney Rock, ein sehr fotogenes Felsmassiv in North Carolina. Er ist ziemlich touristisch, aber da wir nicht an einem Wochenende hier sind, hält sich der Besucheransturm noch in Grenzen. Wir wandern über unzählige Treppen zu der Aussichtsplattform – und es hat sich gelohnt. Nach ausgiebiger Bewunderung der umliegenden Naturlandschaft gehen wir weiter zu einem Wasserfall, dem Hickory Nut Fall mit 123 m Höhe. Am Abend sind wir geschafft.

Blick auf Lake Lure

Chimney Rock

Der 1902 gegründete Chimney Rock Nationalpark ist 27.55 km2 groß

der Hickory Nut Fall, 123 Meter hoch

Posen für die Webseite