Santa Marta und Minca

21.12.2018 bis 03.01.2019

Am 17.12.18 gegen Mittag hieß es für uns Anker auf vor der Insel Aruba. Die vor uns liegenden ca. 280 sm segelten wir in 2 Etappen. Bei gutem Wind erreichten wir nach 146 sm, für die wir 25 Stunden brauchten, die Ankerbucht „Capo de la Vela“  und ließen den Anker zum ersten Mal in Kolumbien, Südamerika fallen. Eigentlich wollten wir mit dem Dinghi an Land aber der Wind war so stark das wir an Bord blieben und uns von der Nachtfahrt erholten. Gegen 15 Uhr erhielten wir Besuch von der Kolumbianischen Küstenwache. Da wir noch nicht einklariert waren, bekamen wir ein schlechtes Gewissen. Aber alles kein Problem. Sie wollten nur wissen ob alles in Ordnung ist, ob wir zur „Suzie Too Rallye“ gehörten, was unser nächstes Ziel ist und zum Schluss wollten sie noch eine Liste über die hier vor Anker liegenden Boote haben, die zur Rallye gehören. Das alles auf spanisch denn die Küstenwache sprach natürlich kein Englisch. Sie waren außerordentlich freundlich und sie waren extra zu unserem Schutz abkommandiert worden.
Am übernächsten Tag ging es wieder Anker auf für die restlichen ca. 140 sm. Wir starteten gegen halb 8 Uhr, denn das Cabo de la Aguja bei Santa Marta sollte Vormittags umrundet werden. Gegen Abend erreicht hier der Fallwind aus der Sierra Nevada de Santa Marta gern mal 45 Knoten. 🙁 Am 21.12. erreichten wir die Stadt und kurz vor der großen Hafenbucht begleiteten uns zur Begrüßung ein paar Delfine.
Am Steg wurden wir von einigen Booten unserer Gruppe empfangen. Alle Rallye-Teilnehmer erhielten eine Einladung der Marina zu einer Welcome Party mit Essen und Trinken. Toller Empfang. Einklarieren konnten wir am nächsten Tag ganz bequem in der Marina, sodass wir uns um nichts kümmern mussten.
Santa Marta ist eine quirlige Stadt mit kolumbianischen Preisniveau (also günstig für uns Europäer). Überall gab es wieder unseren geliebten „Jugo“ und Bier für umgerechnet 1,50 € in den umliegenden Kneipen. Wir sind fast nur auswärts Essen gegangen. Gute Qualität zu kleinen Preisen. Es gab eine nette Altstadt und Abends wurde die Kathedrale mit einer tollen Licht- und Musikshow angestrahlt. Die gesamte Stadt war natürlich für Weihnachten festlich geschmückt.
Zwischen Weihnachten und Neujahr unternahmen wir noch einen Ausflug in das Dorf Minca, was in der Sierra Nevada liegt. Mittlerweile ist es dort friedlich aber vor ein paar Jahren, fanden dort noch Gefechte mit der FARC und den Paramilitärs statt. Minca hat uns persönlich nicht so gut gefallen, was aber einfach daran liegt, dass wir schon so viel gesehen haben. Bemerkenswert war, dass die Kaffeeplantage La Victoria seit 3 Generationen unter deutscher Führung betrieben wird und seit 4 Jahren auch eine kleine Brauerei unter Bayrischer Leitung beherbergt. An einer kleinen, netten Erfrischungsstation am Wegesrand, von Auswanderer aus Berlin betrieben, kauften wir noch selbstgemachte Marmelade und tranken guten Kaffee.
Am Donnerstag, den 3.1.19 verließen wir die Marina, aber nicht ohne am Vortag noch eine Abschiedsparty mit Livemusik inklusive Essen und Trinken von der Marina spendiert zu bekommen.
Das nächste Ziel heißt Cartagena wo wir in der großen Bucht vor Anker liegen. Aber darin lest ihr mehr im nächsten Blog, auf den ihr diesmal bestimmt nicht so lange warten müsst.

 

p.s. Bilder gibt es nur von Minca, in Santa Marta haben wir dummerweise die Kamera meistens auf dem Boot vergessen…

Wanderung nach Minca, von der Küste an geht es stetig bergauf. wer will kann bis auf knapp 6000 Meter hinauf wandern

riesige Bambus Wälder säumen den Wegesrand

erste Stärkung in der Kaffee Farm bei Jugo und Schokokuchen

passend zur Jahreszeit; Weihnachtsstern in XXL

Kaffeesack

Micro Kaffee, im Besitz von Auswanderern aus Berlin

immer wieder schön

Sylvester wird gegrillt… 🙂

auf dem Weg nach Cartagena

Willkommen 2019

Seit zweieinhalb Jahren sind wir nun mit der Mora unterwegs. Jeder Tag ist bei uns etwas anders. Nichts wiederholt sich. Kein Tag ist dabei, wo wir bereut haben die Leinen loszuwerfen. Letztes Jahr haben wir Silvester auf den Abacos / Bahamas in ziemlicher Einsamkeit in einer Bucht gefeiert. Jetzt sind wir in Kolumbien. Der Jahreswechsel 2018 – 2019 findet diesmal Mitten in der quirligen Stadt Santa Marta mit viel Musik und fröhlichen, tanzenden Menschen statt.

Wir wünschen unseren Familien, Freunden, allen Lesern unseres Blogs und allen Menschen dieser Welt ein gesundes und glückliches Jahr 2019.

Vergesst nicht eure Träume zu erfüllen!

Alle Jahre wieder …

Es steht Weihnachten vor der Tür und wir feiern dieses Jahr in Südamerika. Seit dem 21. Dezember liegen wir in der Marina Santa Marta in Kolumbien und genießen die südamerikanische Lebensweise. Die Leute sind fröhlich, es ist laut, es ist bunt und es ist schön!

Wir wünschen allen daheim eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund…

                    Frohe Weihnachten – Feliz Navidad

Aruba

8.12. bis 17.12.2018

Aruba ist die letzte der ABC-Inseln (Aruba-Bonaire-Curaçao) welche wir besuchten. Sie ist mit ihren 30 km Länge und 9 Km Breite auch die kleinste der drei Inseln. Aruba hat es durch die vorwiegend amerikanischen Touristen geschafft, dass sie auch die teuerste Insel der niederländischen Antillen ist. Es können bis zu 6 Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen und die Flugzeuge bringen jährlich fast 1 Millionen Touristen ins Land. Selbst wir mit unserem kleinen Segelboot mussten zum Einklarieren am Kreuzfahrtterminal an riesigen Autoreifen festmachen. Dies sagt uns, dass wir als Individualreisende nicht so gern gesehen werden. Im Vergleich zu den amerikanischen Ballermann-Touristen sind die Segler wohl zu sparsam… 🙂

Im Gegensatz zu Curaçao hat Aruba aber ein Gesetz erlassen welches besagt das die wunderschönen Sandstrände für jedermann zugänglich bleiben müssen. Die ganzen Hotelanlagen und Ressorts dürfen keinen Strand für sich abtrennen. Das ist gut so, denn die Sandstrände im Norden sind die schönsten von diesen 3 Inseln.

Die Kehrseite des Tourismus sieht dann so aus, dass in der Hauptstadt Oranjestad dutzende Boutiquen neben Schmuckgeschäft und Parfümerien liegen. Schön verpackt in kitschigen Disney Gebäuden. Das Beste daran sind noch die riesigen Toiletten für die Gäste aus der neuen Welt. Die meisten von denen würden in Kolumbien kaum durch eine Klotür passen. 🙁

Die teuren Cafés und Beachbars schrecken uns eher ab und so treffen wir uns lieber am Strand und bringen unser eigenes Bier mit. Den typischen karibischen Flair finden wir in der Nähe der Hauptstadt nicht mehr. Nur weit abseits der Shopping Meile finden wir doch noch unsere geliebten Bars die die Einheimischen besuchen. Dort bekommen wir auch wieder ein gutes Essen mit 2 Bier für 10$.

Mit Sanne und Rik von der holländischen Yacht Incentive fuhren wir einen Tag mit dem Bus über die gesamte Insel. Wir besuchten den Norden mit seinem imposanten Leuchtturm und anschließend ging es in den Süden nach St. Niclas zu den Graffiti Gemälden und den Mosaikbänken. Dort gibt es eine nette, gemütliche aber teure Kneipe namens Charly. Das Bier kostete dort 7 $ und 2 Straßen weiter am Rande vom Rotlichtbezirk gibt es das Bier für 2 $. Ratet mal, wo wir unser eiskaltes Bier getrunken haben? Es gab sogar noch nette Unterhaltung mit der Tagschicht dabei. 🙂

Am Montag, den 17.12. segeln wir weiter nach Kolumbien. Wir werden einen Zwischenstopp am Cabo de la Vela zum schwimmen und Schnorcheln machen und dann geht es über Weihnachten und Neujahr nach Santa Marta.

Bleibt weiter neugierig –  wir freuen uns bald wieder in Kolumbien zu sein.

hier werden die Touristen willkommen Geheisen

direkt am Kreuzfahrt Terminal können die Urlauber bis zum Umfallen Shoppen

die Läden sind bunt…

…und kitschig wie in Disney Land

für die Fusskranken fährt eine Bahn zu den Geschäften auf der Hauptstrasse

welche am Tag unseres Stadtbummels leider wie ausgestorben war; es lag kein Kreuzfahrer an der Pier 🙂

Tourist mit Gaul

Tourist vor Lieblings Laden

herrliche Aussicht auf das Karibische Meer im Norden der Insel

California Lighthouse, benannt nach dem Dampfschiff California welches ganz in der Nähe im Jahr 1891 auf Grund gelaufen ist

Traumstrand

und noch einer 🙂

Graffiti Kunst in Sankt Niclas

hier sind viele Gebäude wunderschön besprüht

Bank mit Mosaik

und noch eine

wirklich schön

Mittagspause im Schnell Imbiss des Rotlicht Bezirkes

Wetterbriefing mit den Seglern der Suzie Too Gruppe; zu unserer Verwunderung begannen einige der ängstlichen Amerikaner in der Gruppe bereits 5 Tage vor Abfahrt mit den morgendlichen Treffen, das ist wie Kaffeesatz Lesen 🙂 🙂 🙂

Suzie Too Rally 2018/2019 – Start zur neuen Saison

Curaçao, Ankerfeld Spanisch Water 10.11. bis 02.12.2018

Irgendwann Anfang Mai haben wir von der „Suzie Too Rally“ gehört und uns überlegt dass dies etwas für uns wäre. Die Route entspricht genau unserer geplanten Tour für die nächste Segelsaison. Die Rally startet am 07.12.2018 und geht ab Curacao über Aruba, Kolumbien, San Blas Inseln, Panama, San Andres, Providencia, Honduras Bay Islands und endet in Belize am 26.4.2019. Insgesamt nehmen 64 Schiffe in 2 Gruppen an der Rally teil. Nachdem wir die Organisatorin auf Bonaire trafen und sie nach freien Plätzen gefragt haben, sagte sie erstmal das die Rally komplett ausgebucht ist. Sie setzte uns aber auf die Warteliste. Nach ein paar weiteren Treffen mit Suzanne in der Seglerbar Café de Paris auf Bonaire, ein bisschen Smaltalk und unserer Anmerkung das wir doch das einzige deutsche Segelboot wären, fanden wir uns kurze Zeit später in der Starterliste der 2. Gruppe wieder.

Danke Suzie!  🙂 Nun sind wir auch Mitglied des britischen Ocean Crusing Club (OCC).

Die ganze Rally kostet uns gerade mal 30€. Darin enthalten ist ein Grillabend,  Crewshirts, ermäßigte Liegeplatzgebühren von bis zu 35 % in den 3 Marinas, die wir anlaufen und Vereinfachungen beim Ein- und Ausklarieren in den einzelnen Ländern. In Kolumbien zum Beispiel braucht man zum Einklarieren einen Agenten. Für die Rally kommen die Offiziellen in die Marina und die Kosten des Agenten werden durch alle Boote geteilt. Auf Curaçao können wir im Strand Ressort ausklarieren und sparen 3 Stunden Busfahrt und Lauferei. Das Allein ist schon das Geld wert.
In unserer Gruppe sind 21 Schiffe aus 9 Nationen. Wir sind jetzt schon eine nette Gemeinschaft und treffen uns öfters mal am Beach oder machen eine Music-Session am Dinghi-Steg. Die Happy Hour an Bocca 19 oder im Pirates-Nest  ist stets ein beliebter Treffpunkt.

Vom 06.11. bis 10.11. und vom 25.11. bis 29.11. sind wir noch zweimal nach Klein Curacao gesegelt. Vor- und auch Hinterher waren noch ein paar Reparaturen zu erledigen. Die Innereien vom Außenbord-Propeller haben sich aufgelöst. Wir waren beim einzigen Segelmacher der Insel um unser UV-Schutz von der Genua nachnähen zu lassen und an der Sprayhood mussten die Reisverschlüsse erneuert werden. Die Sonne macht hier auf Dauer alles kaputt.

So vergeht die Zeit bis zum Rally Start am 07.Dezember wie im Fluge. Ihr hört das nächste mal von uns wenn wir den Anker im Sand vor Aruba eingefahren haben.

Ausblick auf die Caracas Bay

Blick von Fort Beekenburg

der Wärmetauscher vom Kühlschrank erhält eine Reinigung

Ralphs Lieblingsbeschäftigung = Vergaser demontieren und reinigen 🙁 🙁

seid wir nicht mehr in der Marina liegen wird am Strand geduscht 🙂

Besprechung mit der Organisatorin der Rally

Musik Session am Dinghi Dock

die begabten spielen auf ihren Instrumenten

und die Talent freien bewundern das Spektakel aus sicherer Entfernung 🙂

selten war das Dingi Dock so überfüllt wie zu der Musik Session

als nächstes haben wir eine Anti Thanksgiving Party am Strand veranstaltet weil kaum einer Lust hatte, die amerikanische Tradition auf einer holländischen Insel zu zelebrieren 🙂

der örtliche OCC Vertreter hat eine Kühlbox voller Getränke gesponsert

für wen soll nur das Wasser sein? wir hatten doch schon alle geduscht 🙂